Die Foto-Olympiade der Volksstimme in Calbe macht zuerst Halt in der Saalestadt. Bei dem Wettstreit mit ihren beiden Ortsteilen wird der Ort gesucht, der die meisten Bürger im Verhältnis zur Einwohnerzahl auf ein Foto bekommt. Dem Gewinner winkt eine 300-Euro-Prämie. Die Volksstimme sprach über Calbe mit Bürgermeister Sven Hause.

Wie beurteilen Sie die Entwicklung von Calbe in den vergangenen fünf Jahren?

Ich würde die Entwicklung als stetig bezeichnen. Gemessen an den finanziellen Voraussetzungen, welche deutlich eingeschränkt waren und sind, konnten dennoch wichtige Einzelprojekte in Angriff genommen werden. Am Ziel sind wir aber noch lange nicht.

Was sind die Vorteile der Rolandstadt am Saalebogen gegenüber anderen Städten?

Wie bereits in der Frage formuliert, die gewachsene Struktur in Flussnähe. Diesen Vorteil gilt es auch in Zukunft noch stärker zu nutzen. Aber auch der lokale Zusammenhalt in gewachsenen Vereinsstrukturen sowie die solide vom Mittelstand geprägte Wirtschaftsstruktur in einer von Natur umgebenen Kleinstadt bringen die Vorzüge zum Ausdruck.

Was sollte im Jahr 2015 in Calbe unbedingt umgesetzt werden?

Die vielen Bauvorhaben zur Verbesserung des Hochwasserschutzes, Beseitigung der Hochwasserschäden und Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur. Auch die Entwicklung eines Konzeptes zum Umgang mit der demografischen Entwicklung ist schnell abzuschließen, um für allen Lebenslagen, von Arbeit und Wirtschaft bis zu Familie und Erholung, gerüstet zu sein.

Blick in die Zukunft: Wie wird sich Calbe in zehn Jahren entwickelt haben?

Calbe wird in zehn Jahren über eine deutlich verbesserte Verkehrsinfrastruktur und guten Hochwasserschutz verfügen. Wir werden stetiges, aber nachhaltiges Wachstum im sanften Tourismus verzeichnen. Ich hoffe, dass es uns gelungen ist, gute Voraussetzungen für ein nachhaltiges und Generationen übergreifendes Miteinander zu schaffen.

Gibt es zur Umgestaltung und dem Ausbau der Hochwasserschutzanlagen in der Ortslage Gottesgnaden bereits konkretere Informationen?

Vor einigen Wochen habe ich ein erstes umfangreiches Gespräch mit Vertretern des Umweltministeriums Sachsen-Anhalt sowie weiterer Landesbehörden in Magdeburg geführt. Die besprochenen Inhalte wurden in dieser Woche bei einem weiteren Austausch im Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) konkretisiert. Demnach sollen alle Vorplanungen für die Deicherneuerung und -verstärkung sowie den Neubau eines Schöpfwerkes bis Ende 2014 abgeschlossen sein. Schon 2015 werden erste konkrete Maßnahmen durchgeführt. Aufgrund der durch die Stadt ebenfalls innerhalb Gottesgnadens geplanten Straßenbaumaßnahmen ist jedoch eine sehr genaue Abstimmung der Zeitpläne erforderlich. Dazu treffe ich mich im Dezember mit Vertretern des LHW und Landesverwaltungsamtes in Gottesgnaden. Zu Jahresbeginn wollen wir dann gemeinsam den Einwohnern im Rahmen einer Informationsveranstaltung Einzelheiten erläutern.