Seit 1999 besteht das Gesundheits- und Erholungsbad. In den zurückliegenden Jahren gab es viele Etappen zu bewältigen. Nun haben seit gestern insgesamt vier Millionen Besucher den Weg nach Bad Salzelmen gefunden. Und neue Ziele haben die Verantwortlichen bereits vor Augen.

Schönebeck l Vier Millionen Besucher. Das ist eine stattliche Zahl, die auch Solepark-Betriebsleiterin Sibylle Schulz stolz macht. Am gestrigen Montag war es soweit. Nora und Lutz Mentzel wurden am Eingang zum Solequell überrascht und bekamen einen Blumenstrauß sowie einen Gutschein für das Soleheilbad geschenkt.

"Wir kommen jede Woche hierher", sagt Nora Mentzel und lächelt. "Seit zwölf Jahren schon", ergänzt ihr Ehemann. Lediglich die eine oder andere Erkrankung bremse sie aus.

Wie der Zufall es so will, sind die beiden Schönebecker auch nicht nur irgendwelche Besucher des Bades. Vielmehr sind sie Nachfahren des einstigen Salzamtsdirektors der Saline Schönebeck. Heinrich Mentzel wurde 1838 in Schönebeck geboren und war bis zu seinem Tod 1901 für die Saline verantwortlich. Zudem fungierte er auch als Bergbaubeamter in der Elbestadt. Unter seiner Führung wurde der Ausbau des Kurparks vorangetrieben und schlussendlich gemeistert.

"Was für ein netter Zufall", freut sich Solepark-Betriebsleiterin Sibylle Schulz. "Die Nachfahren eines sozusagen ehemaligen Vorgängers sind die Jubiläumsgäste", ist sie sichtlich begeistert.

Besucherzahl seit 2010 stabil

Mit den vier Millionen Besuchern ist ein neues Kapitel in der seit 1999 geschriebenen Geschichte des Solequells vollendet. In diesem Jahr sollen noch einige Badegäste dazukommen. "Wir sind in den Besucherzahlen sehr stabil", erklärt Sibylle Schulz. Seit 2010 gebe es zudem eine stets steigende Zahl der Besucher. "Das zeigt auch, dass die Baumaßnahmen und das Steigern der Attraktivität Früchte tragen", verkündet Schulz stolz.

Bei aller Euphorie und Freude über den erreichten Meilenstein, wird auch schnell an die Zukunft gedacht. "Wir wollen das Bad noch mehr in den Fokus der Schönebecker Bürger rücken", erläutert Sibylle Schulz. Noch kämen nämlich rund 70 Prozent der Besucher aus Magdeburg beziehungsweise aus dem Altkreis Schönebeck und eben nicht aus der Stadt selbst. Das Ziel laute daher, das Gesundheits- und Erholungsbad noch besser in die touristischen Aktivitäten der Stadt einzubauen. Dazu müssten auch andere Unternehmen - vom lokalen Busunternehmen bis hin zu den Gastronomen - mit einbezogen werden. "Alles hat doch mit dem Salz zu tun", unterstreicht die Betriebsleiterin.

"Das Solebad ist ein Alleinstellungsmerkmal für unsere Stadt", betont auch Oberbürgermeister Bert Knoblauch. Auch damit würden die sogenannten weichen Standortfaktoren bereichert, die Menschen in die Region locken und vor allem halten sollen.

"Salziger Weg" durch Schönebeck geplant

Damit es nicht nur Tagestouristen nach Bad Salzelmen zieht, plant die Stadt auch noch weitere Höhepunkte. "Wir entwickeln gerade einen "Salzigen Weg" durch die Stadt", erläutert der CDU-Politiker. Damit will die Kommune noch mehr Menschen anlocken und länger als bisher in Schönebeck halten. Der Weg soll sie durch die Stadt führen und an den salzigen Höhepunkte vorbeileiten und diese erklären.

Auch der Solepark, zudem das Gesundheits- und Erholungsbad gehört, will noch einen größeren Teil dazubeitragen und plant derzeit eine neue Salzgrotte im "Lindenbad". "Sie befindet sich gerade im Bau", klärt Sibylle Schulz auf, "aber im Dezember ist es dann soweit und wir können sie eröffnen."

Dann werden sicher auch Nora und Lutz Mentzel wieder vorbeischauen.