Die CDU im Stadtrat will Spielgeräte für die Salineinsel. Die Verwaltung warnt vor hohen Kosten.

Schönebeck l CDU-Stadträte haben auf der Salineinsel ein Defizit ausgemacht: es gibt keine Spielgeräte für kleine Kinder. "Ansonsten ist der Bereich ja ein Schmuckstück geworden", befindet CDU-Fraktionschef Torsten Pillat während der Sitzung des Hauptausschusses am Montag im Rathaus. Er bringt den Antrag ein, die Stadt möge prüfen, ob das Aufstellen von Spielgeräten möglich ist.

"TÜV-geprüfte Geräte können wir nicht mal so nebenbei anschaffen", macht Oberbürgermeister Bert Knoblauch (CDU) auf die hohen Kosten aufmerksam. Allerdings sei die Verwaltung gegenwärtig sowieso dabei, sämtliche Spielplätze zu begutachten, um darstellen zu können, wie hoch der finanzielle Aufwand für ihren weiteren Erhalt ist. In diese Inventur könnte der CDU-Antrag mit eingeschoben werden.

"Fachlich bin ich bei Ihnen. Finanziell müssen wir diese Möglichkeit prüfen", äußert Baudezernent Guido Schmidt prinzipiell Sympathie für den Vorschlag. Vielleicht könnten Spielgeräte innerhalb der Stadt auch umgesetzt werden, die andernorts wenig genutzt sind.

Stadtrat Reinhard Banse (FDP/Rettet die Altstadt) warnt: "Wir reden hier von tausenden Euro, wenn wir neue Geräte anschaffen."

Das sieht auch Stadtrat Friedrich Harwig (Fraktion Die Linke) nicht anders. Aber: "Man muss was für die Kinder tun. Diese Notwendigkeit sollten wir nicht einfach wegdiskutieren."

Der Tipp von Stadträtin Sabine Dirlich (Die Linke): Beschäftigungsgesellschaften ansprechen, die Spielgeräte eventuell preisgünstig herstellen können. Finanzdezernentin Ursula Adler fordert, dass im Vorfeld der Bedarf ebenso geprüft werden müsse wie die Nachhaltigkeit.

Bei einer Nein-Stimme und einer Enthaltung wird der Antrag angenommen und wird nun weiter verfolgt.