Die Genehmigung ist da. Der Bau der neuen Salzhalle des Städtischen Bauhofs kann beginnen. Zuletzt musste das kommunale Unternehmen noch auf den Bericht eines Prüfstatikers warten. Das Vorhaben kostet rund 200 000 Euro.

Schönebeck l Am 26. November wird der Grundstein für die neue Salzhalle des Städtischen Bauhofs gelegt. Rund 200 000 Euro kostet das Investitionsvorhaben des kommunalen Betriebes. Der Bau wird über einen Kredit finanziert. "Unser Ziel ist, einen eigenen Ort zu haben, an dem wir das Salz für den Winterdienst lagern können - unabhängig von Lieferschwierigkeiten, die im Winter entstehen können und mit dem Preisvorteil, den rechtzeitiges Einkaufen ermöglicht", sagt Heinz-Werner Herrler, Betriebsleiter des Bauhofs. "Die Halle sichert, dass wird den Service des Winterdienstes von allem unberührt und den ganzen Winter über in hoher Qualität anbieten können." Bis zu 10 000 Euro könne der Betrieb sparen, wenn er das Streugut schon ab dem Sommer einkauft und dann einlagert.

Doch mit der Lagerung war es zuletzt nicht gut bestellt. Das Salz lag in einer Halle, in die sich der Bauhof eingemietet hatte. Deren Besitzer hat dieses Mietverhältnis jetzt beendet. Diese Mietvereinbarung war auch deshalb kompliziert, weil der Bauhof mit seinen Fahrzeugen immer auf ein fremdes Grundstück fahren musste - und das im Winterdienst zu jeder Tages- und Nachtzeit. Allein die Vorräte über Silos, wie sie der kommunale Betrieb auch besitzt, zu sichern, hätte nicht gereicht, sagt Herrler.

Zusammen mit der Stadtverwaltung habe man sich in Schönebeck umgesehen, um Alternativen zu finden. "Wir haben im gesamten Stadtgebiet keine andere Halle gefunden, die entsprechend für die Lagerung von Streusalz geeignet wäre", so der Betriebsleiter. Denn die chemischen Stoffe wirken auf Stahl- und Glasteile der Gebäude. "Wenn Schäden durch das Salz entstehen, könnte das kostspieliger werden, als wir es uns leisten können", sagt Herrler.

Die neue Halle erfüllt alle Kriterien. Es handelt sich um eine Holz-Beton-Konstruktion. Sie wird 15 Meter lang und 12 Meter breit sein. Die Tordurchfahrt misst 5,50 Meter. Das Gebäude wird aus Fertigteilsegmenten gebaut. "Ein bisschen wie von der Stange", sagt Herrler schmunzelnd, und fügt hinzu, dass man allerdings genau wusste, was man wollte. Denn die vorhandene Bauhof-Technik des Winterdienstes sollte weiterhin eingesetzt werden können.

Die Maße der neuen Salzhalle - vor allem auch in der Höhe - geben das her. Sie soll Platz für rund 400 bis 450 Tonnen Salz liefern. "Aus unseren Erfahrungswerten wissen wir, dass wir mit diesen Mengen immer gut hinkommen", sagt der Betriebsleiter. Zudem würden Hallen mit einem größeren Volumen noch mehr ins Geld gehen.

"Wir sind froh, dass der Stadtrat mit seinen Entscheidungen das Vorhaben so positiv begleitet hat."

In den Augen der Bauhofleitung passen also Kosten und Nutzen mit der jetzt angestrebten Hallenvariante gut zusammen. Für alles gibt es nun auch endgültig grünes Licht von den Behörden. Der Bauhof hat fristgerecht alle entsprechenden Anträge beim Bauverwaltungsamt des Salzlandkreises eingereicht. Heinz-Werner Herrler berichtet im Betriebsausschuss des Bauhofs Mitte vergangener Woche noch, dass die Kreisverwaltung bereits geantwortet habe. "Uns wurde mitgeteilt, dass wir alle nötigen Unterlagen vollständig abgegeben haben."

Dennoch war in Schönebeck Warten angesagt. Denn der Landkreis habe sich vorbehalten, eigene Prüfungen anzustrengen. Heinz-Werner Herrler sagt, dass die Konstruktion der Halle aus den Fertigteilen, ihr Standort auf einem Fundament, statisch berechnet worden sei. Der Landkreis habe zudem noch einen Prüfstatiker bestellt, der wiederum den Statiker prüft. Das sei inzwischen Usus. Der Bericht dieser Untersuchung stand bisher noch aus. Er war allerdings Grundlage dafür, dass der Landkreis die Baugenehmigung erteilen kann.

Jetzt liegt alles vor. Seit Montag hat der Bauhof auch die Genehmigung zum Bau der Halle schwarz auf weiß auf dem Tisch. Ein Ergebnis, das auch dem Dafürhalten der Stadtpolitik entspringt, das weiß der Bauhofchef. "Wir sind froh, dass der Stadtrat das Vorhaben mit seinen Entscheidungen positiv begleitet und alles ermöglicht hat", sagt Heinz-Werner Herrler. Parallel zu den entsprechenden Formalien hat die Betriebsleitung auch die Ausschreibung der Fundamente vorbereitet und durchgeführt. So geht jetzt keine Zeit verloren, und die Arbeiten können schnell beginnen.

Am Mittwoch, 26. November, 15 Uhr, soll der Grundstein für die neue Salzhalle gelegt werden. Sie wird auf einem Außengelände des Bauhofs im Gewerbegebiet Barbyer Straße entstehen. Die Halle steht dann unmittelbar am Ende von Zackmünder und Pömmelter Straße. Da das Gelände dem Bauhof gehört, ist auch die Zufahrt gesichert.