Schönebeck/Staßfurt (ky) Die Zahl der Asylbewerber, die dem Salzlandkreis zugewiesen werden, steigt weiter an. Derzeit sind mehr als 700 Flüchtlinge in Gemeinschaftsunterkünften und Wohnungen untergebracht. Die Zahlen sprechen für sich. 2008 wurden dem Salzlandkreis 48 Flüchtlinge zur Unterbringung zugewiesen. 2012 waren es 162. "Ende 2013 wurde es extrem, seither zieht sich das durch 2014 hindurch", sagt Reingard Stephan, Leiterin des Fachbereiches für Sicherheit, Ordnung und Gesundheit im Salzlandkreis. Pro Monat sind es 70 bis 80 Flüchtlinge, die dem Landkreis von der Zentralen Aufnahmestelle (ZASt) in Halberstadt zugewiesen werden. Für jeden Landkreis gilt die Unterbringung von Flüchtlingen als Pflichtaufgabe - eine Aufgabe, die er stellvertretend für Land und Bund übernimmt. "2008 haben wir noch drei Flüchtlingsheime geschlossen, weil die Zahlen so gering waren", blickt Stephan zurück. Inzwischen sind zwei in Aschersleben und Bernburg reaktiviert. Insgesamt hält der Landkreis fünf Gemeinschaftsunterkünfte vor. Eine jeweils in Schönebeck und Aschersleben und drei in Bernburg. "Dabei verfügen wir über 431 Plätze insgesamt", sagt Stephan und fügt hinzu: "Das ist alles belegt." Die Kapazitätsgrenzen sind erreicht. Im kommenden Jahr will der Landkreis sogenannte mobile Wohneinrichtungen anschaffen. Mehr dazu am Donnerstag in der Volksstimme und im E-Paper.