Die Stadt will die Naherholung in Ostelbien neu aufstellen. Die Gesellschaft soll so wirtschaftlich arbeiten, dass attraktive Angebote geschaffen werden können.

Schönebeck l Man steht am Anfang und außer ersten Verständigungsgesprächen gibt es noch keine konkreten Pläne im Rathaus und bei der Naherholungsgesellschaft Elbaue. Dennoch steht fest: Mit den Seen, Campingplätzen, Verpachtungen und Co. soll es nicht einfach weiter gehen wie bisher. Die Stadt ist Gesellschafter für die Naherholungsgesellschaft Elbaue. Es ist kein Geheimnis, dass die Gesellschaft nicht zu den ertragreichen Geschäften gehört, dass es kaum Spielräume für strategische Maßnahmen im operativen Geschäft, beispielsweise Investitionen, gibt.

Das zu ändern ist der Vorsatz aller Beteiligten. Oberbürgermeister Bert Knoblauch (CDU) hält sich öffentlich zurück, weil Greifbares noch nicht in Sicht ist. Aber auf Nachfrage bei der Bürgerversammlung in Pretzien stellt er zum Beispiel fest, dass der Campingplatz im Ort nicht rentabel und der Fortbestand in der jetzigen Art und Weise nicht möglich sei. Nur ein Beispiel. Hinzu kommen Seen, die nicht als Badeseen ausgewiesen sind, als solche aber genutzt werden. Dann aber wiederum nur von wenigen Ferienhaus-Pächtern und -Besitzern, die Zugänge zum Wasser versperren - und damit Tagesgäste oder Radtouristen verprellen.

Muss, kann, soll die Stadt Campingplätze vorhalten? Welche Grundstücke gehören in ihre Ägide? - Fragen, die konkret beantwortet werden sollen. Eine Strategie für die Naherholungsgesellschaft soll her, damit sie, wie der OB sagt, nicht bloß "Verwalter" sei, sondern gestalten könne. "Der Naherholungsgesellschaft muss die Möglichkeit gegeben sein, Geld zu erwirtschaften, und mit diesen Finanzen auch arbeiten zu können", sagt Oberbürgermeister Bert Knoblauch. Bei der Bürgerversammlung in Pretzien nennt er das Stichwort "Konzentration" - gemeint ist, ein Angebot zu schaffen, das lieber klein und fein daherkommt, als vieles in der Masse zu haben, aber eben nichts richtig. Konkret wird der Stadtchef aufgrund des Beratungsstandes noch nicht. Nur so viel, dass die Naherholungsgesellschaft an sich in Frage steht, verneint der OB: "Wir brauchen jemanden, der sich um unsere Flächen kümmert."