Im Lindenbad des Soleparks eröffnet am Montag die neue Totes-Meer-Salzgrotte. Der Raum dient der Entspannung und kann auch heilend bei Atemwegserkrankungen sein.

Bad Salzelmen l Wohl jedem sind Bilder dieser Art bekannt: Zeitung lesende Menschen treiben auf der Wasseroberfläche. Niemand geht unter im Toten Meer zwischen Israel, Jordanien und Palästina. Das salzige Wasser macht das möglich und sorgt wie nebenbei auch für gesunde Luft.

Ein bisschen von diesem Gefühl ist ab Montag im Solepark, genauer im Lindebad in Bad Salzelmen zu spüren. Die Kur wartet mit einer neuen Attraktion auf. In dem historischen Gemäuer ist eine Totes-Meer-Salzgrotte entstanden. "Die Idee dazu gibt es im Haus seit 2005. Wir haben Markt und Bedarfe seitdem beobachtet und uns jetzt für die Grotte entschieden", sagt Soleparkchefin Sibylle Schulz. Platz dafür gab es im Lindenbad, weil Wellnessbereiche in das Solequell umgezogen sind. Eine Firma aus Regensburg, spezialisiert auf den Bau der besonderen Räume mit Salzwänden, Lüftung, Klimaanalage und Co., hat jetzt die Grotte fertiggebaut. "Rund 7000 Salzsteine - einer wiegt rund 500 Gramm - aus dem Toten Meer bei Jordanien werden an den Wänden und zum Teil im Boden verbaut", verrät sie. Viel Aufwand für ein Angebot, dass es so in Sachsen-Anhalt kein zweites Mal gibt, so die Soleparkleitung. "Das Salz ist reich an wertvollen Mineralien und Spurenelementen", sagt Schulz. Ähnlich wie ein Aufenthalt am Meer kann die Luft in der neuen Grotte tiefentspannend wirken, es kann die Reinigung der Haut und der Atemwege, die Linderung von Asthma oder von Allergiebeschwerden bewirken und das Immunsystem stärken. "Wohlfühlen, entspannen und gesund bleiben", fasst die Kurparkchefin zusammen.

Acht Plätze sind für die Grotte geplant. Immer zur vollen Stunde ist Einlass. 45 Minuten kann der Gast dann in dem mit besonderem Licht erhellten Raum entspannen. Es wird ruhige Musik dazu geben. Die Luftfeuchtigkeit beträgt 45 Prozent und die Temperatur liegt bei 25 Grad. Besondere Kleidung ist für den Besuch nicht nötig, es gibt lediglich Schuhüberzieher, damit der Raum sauber bleibt. Sibylle Schulz vergleicht die Grotte ein weinig mit der Unter-Tage-Entspannung, die die Kur zu früheren Zeiten im alten Graf-Moltke-Schacht angeboten hat. Zur Inhalation im Gradierwerk und zur Salzgeschichte im Kunsthof passe er allemal. "Das neue Angebot fügt sich gut in diesen Themenbereich des Soleparks", sagt die Chefin.

Am Montag, 1. Dezember, ist ab 14 Uhr offizielle Eröffnung mit Oberbürgermeister Bert Knoblauch. Dann haben interessierte Besucher bis 18 Uhr Gelegenheit, den Raum anzusehen und auch zu nutzen. Zukünftig ist die Salzgrotte täglich geöffnet, es gibt spezielle Familienzeiten, in denen die Kinder, die sonst auch gern willkommen sind, auch mal etwas lauter sein dürfen.