Das erste Lichtlein brennt: Beim Lebendigen Adventskalender in Eggersdorf wurde am Montagabend Türchen Nummer eins "geöffnet". Rund 15 Leute kamen bei Familie Radke zusammen, um sich auf die Weihnachtszeit einzustimmen.

Eggersdorf l Mit dem ersten Advent hat auch der Winter Einzug gehalten. Bei minus drei Grad fand bei Familie Radke in der Gartenstraße in Eggersdorf das erste von vier Treffen zum Lebendigen Adventskalender statt. Gut fünfzehn Leute von jung bis alt trotzten dem eisigen Wind und versammelten sich im mit Lichterketten und Kerzen dekorierten Carport, um gemeinsam den Advent willkommen zu heißen. Ingo Radke hatte auf der Auffahrt extra ein kleines Feuer entzündet, um seinen Gästen etwas einzuheizen.

"Das soll kein Termin sein, der bloß zusätzlichen Stress bedeutet", erklärte der Gastgeber. "Wir wollen den Adventsgedanken einkehren lassen und uns auf Weihnachten einstimmen. Die Leute sollen bewusst innehalten und den Alltag für einen Moment hinter sich lassen, ehe morgen die Arbeit weitergeht." Schließlich gehe es nicht nur darum, Geschenke zu kaufen und es allen recht zu machen, sondern die Geburt Jesu zu feiern.

"Wir wollen Leben in die Dorfgemeinschaft bringen."

Nachdem das erste Adventslicht entzündet wurde, spielte der 14-jährige Eike Radke auf der Trompete "Stille Nacht". Anschließend wurden im Kerzenschein Geschichten vorgelesen, Gebete aufgesagt und weitere Weihnachtslieder wie "Tochter Zion" oder "Macht hoch die Tür" angestimmt. Die Botschaft des Treffens war unmissverständlich: den Jahresendstress mal kurzzeitig vergessen, Nischen der Ruhe suchen und sich gegenseitig Liebe und Wärme schenken.

Gemeindepädagogin Gudrun Porzelle freute sich, dass auch in diesem Jahr wieder so viele gekommen waren und die schöne Tradition des lebendigen Adventskalender fortgeführt werden konnte. "Wir möchten, dass auch in den kleinen Orten etwas passiert. Mit dem Kalender wollen wir Leben in die Dorfgemeinschaft bringen und den Zusammenhalt stärken, anstatt dass jeder für sich bleibt", sagte sie, während hinter ihr das Feuer leise knistert.

Im Anschluss wurde bei Schmalzbrot, Punsch und Keksen noch ein wenig geplaudert, ehe sich die Gruppe allmählich wieder zerstreute. Fortsetzung folgt - am kommenden Montag an der Eggersdorfer Kirche.

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