Die Biogasanlage Zens läuft. Derzeit wird das Gas in Strom umgewandelt und eingespeist. Doch im kommenden Jahr soll auch die Wärme effizient genutzt werden.

Zens l "Biogasanlage: Neubau in Zens / Landwirt möchte noch in diesem Jahr beginnen / Gemeinde nimmt Stellung". So titelte die Volksstimme am 9. August 2013. In dem Beitrag ging es um eine Biogasanlage, die in Bördelands Ortsteil Zens entstehen soll. Investor, Planer und Einheitsgemeinde informierten darüber den Ortschaftsrat.

Ein entsprechendes Genehmigungsverfahren beim Landesverwaltungsamt laufe bereits, hieß es im August 2013. Sobald die Genehmigung da ist, sollte der Bau starten. Ziel von Investor Oltman Tonkens, Geschäftsführer der Landboden Mühlingen GmbH: Die Anlage soll Anfang 2014 ans Netz gehen.

Das Jahr 2014 ist fast zu Ende, die Volksstimme fragt nach. Oltman Tonkens zeigt sich zufrieden: "Die Biogasanlage Zens läuft seit dem 1. August 2014 auf Hochtouren." Die Anlage habe eine Motorleistung von 840 Kilowatt. Momentan laufe sie täglich von 6 bis 0 Uhr. "Gefüttert" werde sie mit Mais aus dem eigenen Anbau und mit Hühnerkot, der aus Holland angeliefert wird, sagt Tonkens. Das entstehende Gas wird zur Stromerzeugung genutzt. Dieser geht an einen Energieversorger.

Momentan gehe die zudem produzierte Wärme noch ungenutzt in die Luft. Doch das soll sich schon bald ändern. Möglich wäre es, so Tonkens, dass Zenser Haushalte davon profitieren: "Ab 2015 können Häuser in Zens damit erwärmt werden." Laufe die Anlage 24 Stunden am Tag, wäre es ohne Weiteres möglich, ist der Geschäftsführer überzeugt, 60 bis 70 Häuser mit dieser Wärme zu versorgen.

Bislang stand erst einmal die Anlage im Mittelpunkt. Sie sollte laufen. Das ist jetzt der Fall. Nun soll auch die entstehende Abwärme optimal genutzt werden. In Zens habe man sich schon umgehört, wer Interesse habe, sagte Oltman Tonkens. Nach der Inbetriebnahme im Jahr 2014 soll 2015 also der nächste Schritt folgen.