Förderstedt/Atzendorf l Drei Wohnhäuser des Landtagsabgeordneten Peter Rotter (CDU), seiner Mutter und seiner Schwester in Atzendorf und Förderstedt sowie eine Grundstücksmauer sind in der Nacht zum Dienstag von unbekannten Tätern mit "politischen Parolen" beschmiert worden.

Wie der Pressesprecher der Polizeidirektion Nord, Frank Küssner, auf Anfrage der Staßfurter Volksstimme mitteilte, sei für die 80 Zentimeter großen und vier Meter langen Schriftzüge rote Farbe verwendet worden.

Die Polizei war zur Spurensicherung vor Ort. Sie hat die Ermittlungen zunächst wegen übler Nachrede einer Person des öffentlichen Lebens und wegen Sachbeschädigung aufgenommen. Küssner: "Zur Motivation der Täter liegen noch keine Hinweise vor. Wir ermitteln in alle Richtungen."

"Ich war erst einmal geschockt, dass es Menschen gibt, die sich auf diese Weise positionieren", teilte Peter Rotter der Volksstimme mit. Auch er weiß nicht, was dahinter steckt, ob es sich um einen Racheakt handelt. Der CDU-Politiker fühlt sich dadurch nicht nur persönlich angegriffen, sondern auch seine Funktion als Landtagsabgeordneter sowie seine Ehrenämter als Kreistagsabgeordneter, Stadtrat und Ortsbürgermeister von Förderstedt. Er kann die Täter nicht verstehen, denn er steht jedem Bürger in regelmäßigen Abständen auch in seinen Sprechstunden Rede und Antwort. "Wer ein Problem mit mir hat, soll auf mich zukommen", sagte Rotter.

Als schäbig empfindet er es, dass seine 77-jährige Mutter da mit reingezogen wurde. Für sie sei das nur schwer zu verkraften gewesen. Rotter: "Ich würde mich deshalb freuen, wenn die Polizei die Täter erwischt. Die Schriftzüge waren an allen drei Gebäuden identisch. Das waren keine Kinder."

Hinweise nimmt das Polizeirevier in Bernburg, Telefon (03 471) 3790, entgegen.