Calbe (api) l "Das Jahr 2014 war ein Jahr der Vorbereitung, der Helfergewinnung und Strukturfestigung in unserem Ortsverband", leitet Vorsitzender Christoph Weigelt seinen Jahresbericht für den Calbenser Ortsverband des Technischen Hilfswerkes (THW) ein.

Im Vergleich zum Hochwasserjahr 2013 stehen im ablaufenden Jahr nur wenige Einsätze in der Statistik. Dazu zählen die Bergung eines Baumes aus dem Calbenser Mühlgraben sowie eines Fahrzeuges aus der Bode.

50 Helfer leisten mehr als 8100 Dienststunden

Bei der Teilnahme an der Übung "Rhino Warder" durch die erste Bergungsgruppe wurde der Aufbau und Betrieb eines Flüchtlingscamps geübt. Bei einer Einsatzübung des Auslands-Moduls war der Ortsverband auch in Polen präsent. Etwa 8150 Dienststunden wurden durch die 50 aktiven Helferinnen und Helfer des Ortsverbandes im Jahr 2014 geleistet. Die Jugendgruppe zählt elf Mitglieder.

Erfreut zeigt sich Christoph Weigelt über drei Helfer, die nach ihrer Grundausbildung in den aktiven Dienst übernommen wurden. Zudem trat Sebastian Behlau das Amt des Ausbildungsbeauftragten an. Damit übernimmt er fortan die Grundausbildung neuer Helfer und koordiniert die Ausbildung aktiver Helfer. Durch eine Weiterbildung qualifizierte er sich zum Technischen Berater Deichverteidigung und steigert damit weiter das Potential des Ortsverbandes.

"Neben den Stärken unseres Ortsverbandes bei der Ausbildung von Kraftfahrern, Kranführern und Gabelstaplerfahrern gehört nun auch die Ausbildung und regelmäßige Weiterbildung der Bootsführer auf Ebene des Geschäftsführerbereichs zu unserem Portfolio", berichtet Weigelt weiter. Allerdings stellt er fest, dass es immer schwieriger werde, Menschen für ein Ehrenamt zu begeistern.

Mit Unterstützung zahlreicher Sponsoren konnte das THW in diesem Jahr unter anderem einen eigenen Gabelstapler, ein Führungsfahrzeug sowie neue Schwimmwesten für die Fachgruppe Wassergefahren anschaffen. Im November erfolgte die Ausrüstung der Fahrzeuge mit Digitalfunkgeräten.

Helfererhalt und -gewinnung werden auch im kommenden Jahr Schwerpunkte für das Geschehen im Ortsverband darstellen. Eine neue Verordnung ermöglicht es dann auch Kindern unter zehn Jahren und Erwachsenen über 65 Jahren sich für das THW zu engagieren.

Steigende Anforderungen im Beruf, der demografische Wandel und der Wegzug von Fachkräften sind Probleme, denen wir in Zukunft noch stärker gegenüberstehen", sagt Weigelt.