Schönebeck l Drei Männer haben am Montagabend den NP-Supermarkt in der Pfännerstraße in Bad Salzelmen überfallen. Das berichtet die Polizei aktuell. Nach ihren Angaben hatten die bisher unbekannten Täter es auf Bargeld abgesehen. Wieviel gestohlen worden ist, sagen die Beamten nicht öffentlich und verweisen auf noch laufende Ermittlungen. Bekannt ist aber, dass es sich um eine "mittlere dreistellige Summe" handeln soll.

Auch zum Tathergang hält sich die Polizei noch relativ bedeckt. Nach Angaben von Polizeioberkommissar Robert Richter vom Polizeirevier Salzland in Bernburg sollen die drei Männer gegen 19.15 Uhr in das Geschäft gekommen sein, dass bis 20 Uhr geöffnet war. "Sie waren vermummt und hielten einen pistolenähnlichen Gegenstand vor", sagt Richter. Damit sei die Marktangestellte bedroht und zur Herausgabe des Bargeldes gezwungen worden.

Die Verkäuferin sei die einzige Person gewesen, zu der die Täter Kontakt gehabt hätten, so der Polizeisprecher. Bisher sei nicht bekannt, ob weitere Zeugen den Überfall mitbekommen haben. Wenn jemand Beobachtungen gemacht hat, wird er von der Polizei gebeten, sich zu melden, sagt Robert Richter: (03471/3790).

Der Polizeibeamte erklärt, dass die Straftat auch dadurch ein Gewicht erhalte, weil die Mitarbeiterin des Marktes mit einem waffenähnlichen Gegenstand bedroht worden sei. "Das hat schon eine gewisse Relevanz", so der Polizeioberkommissar.

Der Discounter in Salzelmen ist nicht zum ersten Mal das Ziel von Dieben geworden. Dabei liegt der jüngste Überfall gerade einmal einen Monat zurück. Am Abend des 22. Novembers kamen zwei Männer in den Markt, um augenscheinlich Pfandbons für Leergut abzugeben. Als die Kassiererin die Kasse damals öffnete, hielt einer der Männer ihre Hände fest, der andere ergriff das darin befindliche Geld. Die Täter flüchteten aus dem Markt, wobei einer noch an der Tür hängen blieb.

NP gehört zu Edeka. Aus der verantwortlichen Zentrale in Minden/Westfalen fließen am gestrigen Dienstag aber nur spärliche Informationen, nachdem die Volksstimme umfangreiche Fragen gestellt hatte. "Wir bitten Sie um Verständnis, dass wir uns zu laufenden Ermittlungen nicht äußern werden", sagt Sprecherin Annette Koethe. Kein Geheimnis ist, dass an Abenden der Personalbestand in den Märkten "ausgedünnt" ist. Die Bitte um eine Aussage zu entstandenen Schäden, auch auf Versicherungsseite, bleibt genauso unbeantwortet wie auch die Frage, ob man das eigene Sicherheitskonzept überdenken werde. Annette Koethe: "Interne Angelegenheiten, die den Markt betreffen - Sicherheitsstrategie, Höhe der Sachschäden und so weiter - werden wir ebenfalls nicht kommentieren."