Pömmelte l Das Bergrecht ist auf den Seiten des Kieswerksbetreiber - nun geht es voraussichtlich nur um das Wie, nicht um das Ob. Mit dieser Einstellung gingen die Fachkundigen unter den Ortschaftsratsbeobachtern in die Sitzung.

Die Kies- und Baustoffwerke Barleben hatten den neuen Hauptbetriebsplan für das Bergwerksfeld beim Landesamt für Geologie zur Zulassung beantragt. Die Stadt Barby wird nun im Rahmen dieses Verfahrens gehört und ist berechtigt, eine Stellungnahme zum Antrag einzureichen. Es handelt sich um die Fortführung des Tagebaus, der auch auf den Bereich nordwestlich der Verbindungsstraße nach Wespen/Gnadau erweitert werden soll.

"Das Bergwerksfeld Barby ist eine seit 1970 in Ausbeutung stehende Lagerstätte und fällt daher unter die Regelungen der Überleitungsvorschriften im Einigungsvertrag und genießt aus diesem Grund Bestandsschutz", heißt es in einer Sitzungsvorlage.

Wegen der angespannten Grundwassersituation fordert die Stadt Barby "eine hydrogeologische Nachbewertung". Auch die Einhaltung der zulässigen Lärmpegel müssen nachgewiesen werden. Die Rede ist von 860 Meter Mindestabstand zur Barbyer Siedlung Weinberg und 320 Meter bis Pömmelte. Laut Stadt seien es aber nur 250 Meter bis Pömmelte, weshalb in diesem Punkt Widerspruch eingelegt wurde. Auch die geplante Bandbrücke (über die Kreisstraße) sei nach Auffassung der Stadt eine zusätzliche Emissionsquelle, die nochmal mittels Lärmprognose auf den Prüfstand müsse.