Mehr als 100 Kameraden zählt die Freiwillige Feuerwehr Welsleben. Ein Großteil von ihnen kam am Sonnabendabend zur Jahreshauptversammlung zusammen. Das war der Auftakt für weiteren Treffen in Bördeland.

Welsleben l Die Welsleber sind immer die Ersten. Wenn der große Reigen der Jahreshauptversammlungen der Feuerwehren am Anfang eines jeden Jahres beginnt, macht die Freiwillige Feuerwehr Welsleben den Auftakt: erster Sonnabend im Jahr um 20 Uhr. Seit Jahren schon. Und seit Jahren schon schauen die Kameraden gebannt auf die Uhr, wie lange wohl dieses Mal der Rechenschaftsbericht des Wehrleiters dauert. In jeder Einzelheit lässt Mario Brych das zurückliegende Jahr Revue passieren. Dieses Mal dauerte die Rückschau genau 16 Minuten, was zu einem leisen, kollektiven Aufatmen bei den Kameraden führte.

Doch die Umstände hätten auch das Doppelte an Zeit möglich machen können. Denn mit insgesamt mehr als 100 aktiven und passiven Kameraden, 18 Einsätzen und einem neuen Löschfahrzeug gäbe es eigentlich genug Stoff. So stand auch die Fahrzeugübernahme des neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20) im Mittelpunkt der Ausführungen von Wehrleiter Brych. "Ja, wir haben es voller Stolz aus Luckenwalde abgeholt", sagte er.

Wenngleich es eine Anschaffung der Gemeinde Bördeland ist, so steht das neue Fahrzeug in Welsleben und wird von den Kameraden gepflegt und gewartet.

Durchschnittlich 1,5 Einsätze monatlich zählte die Welsleber Wehr vergangenes Jahr. Vor allem die Bundesstraßen und die Autobahnen tragen zum Einsatzgeschehen bei. "Im Jahr 2014 rückten wir ingesamt 18-mal aus: zu 6 Bränden, 8 Verkehrsunfällen und 4 Hilfe- beziehungsweise technische Hilfeleistungen", so Mario Brych. Nicht nur er, sondern auch Ordnungsamtsleiter Bernd Möhring lobte die Einsatzbereitschaft der Wehr.

Ihren Rechenschaftsbericht verlasen zuvor noch die Verantwortlichen der Kinder- und Jugendabteilung sowie der Frauengruppe. Um den Nachwuchs müssen sich die Welsleber Kameraden keine Sorgen machen. Derzeit sind 7 Kinder und 14 Jugendliche gemeldet. In diesem Zusammenhang wurde nochmals deutlich gemacht, dass die Ausrüstung nicht von der Haushaltslage der Kommune abghängig gemacht werden darf. Insgesamt aber lobten die beiden Verantwortlichen der Kinder- und Jugendabteilung sowie der Frauengruppe die Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt der Gemeinde Bördeland. Dies wird Bernd Möhring, der in Vertretung von Bürgermeister Bernd Nimmich zu der Versammlung gekommen war, gern gehört haben. Er erklärte am Abend gegenüber den Kameraden, dass die Feuerwehrrente - für jene, die es wollen - seit dem 1. Januar gültig sei. "Wir werden in den nächsten Wochen noch einzelne Gespräche dazu führen, aber die Rente wird wirksam."

Im weiteren Verlauf der Jahreshauptversammlung gab Gemeindewehrleiter Hans-Jürgen Schulze bekannt, dass er in diesem Jahr in seinem Amt nicht wieder zur Wahl zur Verfügung stehen werde. Abschnittsleiter Uwe Tandler gab die nächsten Weiterbildungs-Themen bekannt. Zudem wurden Kameraden befördert beziehungsweise für ihre Arbeit ausgezeichnet (siehe Infokasten).

In diesem Jahr werden die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr ein Jubiläum feiern: Die Jugendfeuerwehr besteht 25 Jahre. Mit diesem Punkt wird sich Wehrleiter Mario Brych dann in seinem Rechenschaftsbericht im Januar 2016 ausführlich befassen.