Brumby/Calbe l Wenige Tage nach dem Brand einer Brumbyer Gartenlaube ist die Polizei erst am Anfang ihrer Ermittlungen. Ein Zusammenhang mit dem Calbenser Feuerteufel wird eher nicht vermutet, auszuschließen ist er aber jetzt noch nicht.

Den letzten Brand in Calbe gab es erst am Freitagabend, es traf den Keller eines Wohnhauses. Das wirft die Frage auf, ob die Brandstiftung in einer Laube des Brumbyer Kleingartenvereins (Volksstimme berichtete gestern) auch auf das Konto des Calbenser Feuerteufels geht. Polizeisprecher Marco Kopitz glaubt eher nicht an einen Zusammenhang. Allein wegen der räumlichen Entfernung. Der Calbenser zündelte immer in seinem persönlichen Wohnumfeld und hatte es meist auf Keller oder Autos abgesehen.

Ausschließen kann Kopitz einen Zusammenhang offiziell aber noch nicht: "Bei solchen Fällen betrachtet die Polizei alle in Frage kommenden Täter", sagt er. Den Calbenser haben die Polizisten durchaus im Hinterkopf, bis be- oder entlastende Beweise vorliegen. Die Beantwortung der Frage nach einem Zusammenhang sei viel zu früh: "Den Brandursachenermittlern liegen noch keine neuen Erkenntnisse vor". Erst am Mittwoch haben diese den Brandort untersucht, müssen nun alles auswerten. Einzige neue Erkenntnis sei, dass der Brand definitiv irgendwo in der Laube - durch Brandbeschleuniger - ausgebrochen sei. Wo genau konnte nicht mehr festgestellt werden.

Wie andere potenzielle Täter, die ins Profil passen könnten, hat die Polizei den Feuerteufel aus Calbe natürlich auf dem Schirm. "Wir werden jetzt wieder verstärkt Streifen in Calbe wie auch in Brumby machen, wie wir dies immer nach so einem Vorfall tun", erklärt Marco Kopitz.

Auch Bastian Elz von der Ortswehr Brumby glaubt nicht an einen Zusammenhang mit dem Calbenser Feuerteufel: "Das kann ich mir nicht vorstellen. Er war doch meist in Kellern oder an Autos zugange", sagt der Kamerad. Er hat den Brand am Dienstagabend mit 18 seiner Kameraden von der Ortswehr Brumby sowie den elf Kameraden aus Förderstedt gelöscht.

Erhard Pierau, Fachberater im Vorstand des Kleingartenvereins Brumby, will sich kein Urteil erlauben. "Es ist schwer einzuschätzen, ob es einen Zusammenhang mit Calbe gibt", sagt er. Er selbst war am Dienstagabend vor Ort, als die Laube schon lichterloh brannte. Die Besitzer der Laube waren im Urlaub.

Beim Brumbyer Gartenverein pachten die Kleingärtner Grund und Boden vom Verein, Lauben und Einrichtung sind aber in ihrem Besitz. "Die Laube ist Privatangelegenheit der Besitzer. Sie können sie wieder aufbauen, müssen es aber nicht", sagt Erhard Pierau. Falls sie die Parzelle verlassen, müssen sie für die Beräumung der Fläche auf eigene Kosten sorgen. In der Anlage aus den 20er Jahren stehen rund 60 Prozent der 30 Parzellen leer.