Biere l Das Jahr 2015 hält für die freiwillige Feuerwehr in Biere neben dem "Alltagsgeschäft" auch Jubiläen bereit. Nicht nur das 125-jährige Bestehen soll zelebriert werden, auch der Spielmannszug hat ausreichend Grund zum Feiern. Bereits 55 Jahre sind die Kameraden, momentan unter der Leitung von Walter Siedendorf, im Auftrag der Musik unterwegs.

Zunächst war es in der Jahreshauptversammlung am Freitagabend an der Zeit, die Leistungen und Ereignisse des zurückliegenden Jahres zu rekapitulieren. Zu 27 Einsätzen - nur einige weniger als im Flutjahr 2013 - sei die Wehr ausgerückt, verkündet Leiter Hans-Jürgen Schulze.

Der 15. September bescherte einen der größten Einsätze. Bei einem Unfall auf der Bundesstraße 246 a musste nach dem Zusammenstoß zweier Laster einer der Fahrer aus seiner Kabine geschnitten werden. Bei einem weiteren Ausrücken war auf der Landstraße 69 kurz vor Biere ein Hydraulikschlauch eines Baggers geplatzt. Als Anerkennung für die prompte und umfassende Hilfe wartete die betroffene Firma spontan mit der Spende einer Säbelsäge auf.

Schulze bedankte sich in Zusammenhang mit den oft "unmöglichen" Einsatzzeiten bei den Frauen des Versorzungszuges Biere und bei der Gemeinde, "insbesondere Bürgermeister Bernd Nimmich und Ordnungsamtleiter Bernd Möhring."

Immer wieder fiel am Abend der Versammlung der Name Alexander Wierzbowski. Nach Absolvierung des entsprechenden Lehrgangs war er 2014 zum Ortsjugendfeuerwehrwart ernannt worden. Die anerkennenden Äußerungen der Kameraden geben Grund zur Annahme, dass auf Wierzbowski nicht nur als Repräsentant des Bierer Feuerwehrnachwuchses, sondern zukünftig auch bei den Aktiven Hoffnungen ruhen. Eine künftige Funktion in der Wehrleitung könne er sich für Wierzbowski durchaus vorstellen, so Schulze auf Nachfrage.

Spagat zwischen Beruf und Einsatzbereitschaft

Neben dem Problem der fehlenden jungen Aktiven bei der Feuerwehr Biere wies Schulze auf den weiterhin zu meisternden Spagat zwischen Berufstätigkeit und Einsatzbereitschaft hin. Als eine wichtige Errungenschaft 2014 nannte der Wehrleiter zudem die Einführung einer Feuerwehrrente in der Gemeindefeuerwehr.

Hans-Jürgen Schulze geht in sein letztes Jahr als Gemeindewehrleiter Bördeland, als Ortswehrleiter wird er auch noch 2016 bis zum altersbedingten Ausscheiden aktiv bleiben.

Ortsbürgermeister Peter Buchwald betonte in seiner Rede, dass die Verdienste der freiwilligen Feuerwehr gar nicht genug gewürdigt werden können. Außerdem kam er auf die nach wie vor sehr aktiven Alterskameraden und die Verdienste der Vorsitzenden Elly Schulze zu sprechen. Zur Würdigung aller Taten wird es 2015 zur Genüge Gelegenheit geben. Das Jubiläum wird im Rahmen des Heimatfestes mit einer Technikschau am 3. Juni gefeiert.

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