Seit vergangener Woche ist in Schwarz der Abzweig nach Gottesgnaden optisch aufgewertet worden. Die Straßenmeisterei Atzendorf setzte zwei sogenannte Pfeilwegweiser an die Trabitzer Straße. Die gelben Schilder stoßen allerdings auf Kritik von Ortsbürgermeister Manfred Grimm.

Schwarz l Für ortsfremde Kraftfahrer war es in der Vergangenheit nicht ganz einfach, von Schwarz auf Anhieb den Abzweig zur idyllischen Saaleinsel zu finden. Von der Landesstraße 63 aus war das verwittert weiße Hinweisschild mit schwarzen Buchstaben lediglich aus dem Augenwinkel zu sehen, zumal es viele Meter eingerückt in der abbiegenden Trabitzer Straße stand.

Die schlechte Sichtbarkeit hat nun eine Ende. Mitarbeiter der Straßenmeisterei Atzendorf ersetzten in der vergangenen Woche den alten Wegweiser. Nach Auskunft der Landesbehörde entsprach dieser nicht den gesetzlichen Vorgaben.

Nun stehen zwei neue Pfeilwegweiser deutlich näher an der Straßenkreuzung. Laut Straßenverkehrsordnung tragen die beiden neuen Verkehrszeichen die Nummer 419 (Wegweiser auf sonstigen Straßen mit geringerer Verkehrsbedeutung). Der Vorteil gegenüber dem Vorgänger: Die gelben Tafeln und die schwarze Schrift sind deutlich größer und sind durch die reflektierende Oberfläche auch nachts und bei trüber Witterung besser wahrnehmbar.

Warum wurde nicht ein Pfostenpaar eingespart?

Das Setzen der Pfeilwegweiser kommt augenscheinlich zum richtigen Zeitpunkt, zumal sich angesichts der geplanten Eindeichung von Gottesgnaden ab diesem Jahr viele Baufahrzeuge den Weg nach Gottesgnaden bahnen werden.

Auch Ortsbürgermeister Manfred Grimm (SPD) begrüßt die Maßnahme ausdrücklich. Optimal sei die Installation der beiden Wegweiser allerdings nicht gelaufen. "Die beiden Schilder sind denkbar ungünstig anbebracht worden", sagt der Schwarzer. So sind neue Hülsen für einen Wegweiser einbetoniert, der ausschließlich für Kraftfahrer aus Richtung Calbe zu sehen ist. Der zweite Wegweiser wurde auf gegenüberliegender Seite an einem Fußweg angebracht.

"Dadurch ist an dieser Stelle der Platz für Rollstuhlfahrer mit rund 65 Zentimetern in der Breite sehr schmal geworden", sagt Grimm, der gestern seine Kritik an die Calbenser Stadtverwaltung mit Bitte um Prüfung weiterleitete.

Stichwort vom unnützen "Schilderwald": Seiner Meinung nach wäre es deutlich effektiver gewesen, ein doppelseitiges Verkehrszeichen an lediglich einem Pfostenpaar in der Nähe des Kreuzungsbereichs aufzustellen. Sowohl aus Richtung Calbe als auch aus Richtung Sachsendorf wäre ein solcher Hinweis auf den Abzweig nach Gottesgnaden ebenfalls deutlich lesbar gewesen. "Außerdem hätte man eine Schildhalterung und damit auch Kosten sparen sowie den Fußweg freihalten können", meint Grimm.

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