Die Männer sind am Vormittag im Glinder Saal. Das hat zu Lichtmess Tradition. Und die Frauen? Im Lichtmessmuseum. Das soll zur Tradition werden.

Glinde l Nichts ist abwegig, wenn es um den Erhalt des Lichtmessmuseums geht. So auch nicht die Idee der Frauen Museums- und Heimatvereins Glinde, ein Pendant zum Männerfrühstück im Saal anzubieten: ein Frauenfrühstück im Museum. Im vergangenen Jahr zeigten sich die Damen noch verhalten. Am Vormittag sei weniger, am Nachmittag zu Kaffee und Kuchen dann mehr Besuch gewesen, so Vorsitzende Judy Weinhardt. Anders zur diesjährigen Lichtmess. Die weiblichen Gäste gaben sich bereits am Vormittag die Klinke in die Hand. Die meisten hatten eh` daheim "sturmfrei", da ihre Männer in der Gaststätte waren. Also Zeit, sich in netter Runde bei Kuchen und Schmalzstulle, Kaffee und Glühwein zu treffen. "Schon im vergangenen Jahr hat es mir hier gefallen. Deshalb bin ich wieder da", sagt die Glinderin Stefanie Franke. Zum ersten Mal hingegen waren einige Pömmelter da. Aus "Neugier", wie Kathrin Wizuy schmunzelnd sagt, denn immerhin hatte sie nur Gutes vom Vorjahr gehört. "Wir sind gern hier und hoffen, dass die Glinder dann auch zu Veranstaltungen zu uns kommen", meint Marianne Hummel. Schon seit Jahren sind Eilings aus Oschersleben bei Starkes zum Lichtmess-Besuch. Nun zum ersten Mal auch zum Frauenfrühstück. Und? "Toll", sagt Jutta Eiling. In den Jahren zuvor ist auch Kornelia Pörschke aus Magdeburg meist nur zum Umzug angereist. Dieses Mal ist sie mit Claudia Thiele im Museum. Und ihre Männer? "Auf dem Saal - wie es sich gehört", sagt sie und lacht. Ganz neu ist der Trubel für Elisa Eihusen aus Ostfriesland und Maria Sanchez aus Berlin. Sie absolvieren auf dem Ziegenhof Glinde ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr.

   

Bilder