Schönebeck/Calbe (dw) l Zwei Supermärkte in Calbe und Schönebeck sind am Wochenende das Ziel von Räubern geworden. Die Diebe hatten es in beiden Fällen immer auf Bargeld aus der Kasse abgesehen. Weil Täterbeschreibungen nahezu identisch sind und auch die Tatzeiten zueinander passen, kann die Polizei einen Zusammenhang zwischen den Überfällen nicht grundsätzlich ausschließen.

Der erste der beiden Überfälle ereignete sich Polizeiangaben zufolge am Freitag. Gegen 19.45 Uhr, also kurz vor Ladenschluss, betraten zwei maskierte Täter den Penny-Supermarkt an der Barbyer Straße in Calbe. "Sie begaben sich zu einer Kassiererin, die gerade mit dem Auspreisen von Verkaufsartikeln beschäftigt war und forderten sie unter Vorhalten eines pistolenähnlichen Gegenstandes auf, zur Kasse zu gehen und diese zu öffnen", beschreibt Polizeioberkommissarin Astrid Kuchta vom Polizeirevier Salzland in Bernburg den Tathergang. Einer der Täter hätte daraufhin den Kasseneinsatz genommen und das Bargeld in einen mitgebrachten Stoffbeutel gesteckt. Die Männer seien in ein naheliegendes Neubaugebiet geflüchtet. Die Marktmitarbeiterin blieb glücklicherweise körperlich unverletzt. In Calbe kam ein Fährtenhund zum Einsatz, der aber keine Spur finden konnte.

Es gibt aber Beschreibungen der Täter. Sie waren dunkel gekleidet und von schlanker Statur, zwischen 1,65 und 1,70 Meter und 1,70 und 1,75 Meter groß.

Täter mit pistolenähnlichen Waffen unterwegs

Ähnlich verfuhren die Räuber, die am Sonnabend den Lidl-Markt an der Schönebecker Friedrichstraße überfallen haben. Wieder eine Viertelstunde vor Ladenschluss um 20 Uhr schlugen sie zu. Astrid Kuchta: "Sie begaben sich zielgerichtet zu einer sich im Kassenbereich befindlichen Angestellten und forderten unter Vorhalten eines pistolenähnlichen Gegenstandes die Herausgabe von Bargeld."

Die Mitarbeiterin folgte der Drohgebärde und gab das Geld heraus, das die Täter wiederum in einem Stoffbeutel verstauten, um dann Richtung Weberstraße zu flüchten.

Die Gesuchten sind Zeugen zufolge 1, 70 bis 1,75 Meter groß, von schlanker Gestalt und deutscher Herkunft. Sie werden auf zirka 25 Jahre geschätzt. Sie waren dunkel gekleidet. Der Träger des hellen Stoffbeutels hatte dunkle Augen, war auffallend sonnengebräunt und mit einer schwarzen Skimaske mit Sehschlitzen vermummt. Der zweite Täter trug eine weiße Kunststoffmaske.

Die Abläufe sind sehr ähnlich, die Tatzeiten, das Vorgehen der Räuber, ihre Beschreibung - Astrid Kuchta sagt deshalb auch im Volksstimme-Gespräch: "Ein Tatzusammenhang kann nicht ausgeschlossen werden."

Die Polizei bittet für beide Überfälle um Zeugenhinweise. Sachdienliches zu den Tätern und zu den Überfällen nehmen die Mitarbeiter des Polizeireviers Salzlandkreis unter der Rufnummer (03471) 37 90 entgegen.