Pömmelte l Zu Beginn etwas Statistisches: Von den 24 Einsatzkräften sind 18 Atemschutzgeräteträger. Die Pömmelter Wehr verfügt über insgesamt neun Gruppenführer, von denen vier die Qualifikation zum Verbandsführer haben. Alle Kameraden, die eine Funktion innerhalb der Wehr bekleiden, verfügen über eine entsprechende Qualifikation. "Zusammenfassend kann ich sagen, dass wir mit dem Ausbildungsstand sehr zufrieden sein können. Und ich darf auch in diesem Jahr unterstreichen, dass ich stolz darauf bin", sagte Ortswehrleiter Mario Mutschall, der als Berufsfeuerwehrmann weiß, wovon er spricht.

Neue Mitglieder

"Ich freue mich auch, dass wir im Laufe des Jahres Philip Kruse, Kevin Zander und Robbi Heimicke von der Jugendfeuerwehr in den aktiven `Dienst-Jugend` übernehmen konnten", fügte er hinzu. (Aktiver Dienst-Jugend heißt, dass diese Kameraden das 16. Lebensjahr vollendet haben und am Ausbildungsdienst der Einsatzabteilung teilnehmen.)

Mit Emily Riemer wurde zudem ein neues Mitglied für die Jugendfeuerwehr gewonnen, Gunhild Ahlers und Andreas Würth kamen bei den Erwachsenen hinzu.

"Durch die Zusammenarbeit mit den Glinder Kameraden existiert seit sieben Jahren eine gemeinsame Jugendfeuerwehr. Leider ist die personelle Entwicklung mit zurzeit acht Mitgliedern rückläufig", bedauerte Mario Mutschall. Im Moment sind es zwei Kinder aus Glinde und sechs aus Pömmelte. Die jungen Kameraden errangen im vergangenen Jahr, wie auch 2013, den ersten Platz beim Sternmarsch der Jugendfeuerwehren. Verantwortlich für die Betreuung und Ausbildung sind Andreas Lehmann als Jugendwart sowie Stefan Kodel und Robert Meyer als dessen Stellvertreter.

Für den Ausbildungsdienst lag die durchschnittliche Beteiligung bei 69 Prozent. "Das stellt eine leichte Verschlechterung zum Vorjahr dar. Zum Vergleich: 2012 lag die Dienstbeteiligung im Jahresdurchschnitt bei 74 Prozent", informierte der Ortswehrleiter. "69 Prozent Dienstbeteiligung stehen aber auch für rund 1000 Stunden", relativierte er diese Zahl.

Person in Notlage

Das Einsatzgeschehen stellte sich 2014 für die Wehren der Stadt Barby relativ ruhig dar. Die Pömmelter wurden nur zehn Mal alarmiert. (2013 waren es 20 Alarmierungen.) "Das Spektrum reichte von Person in Notlage über Sturmschaden und einer Ölspur bis zu mehreren Brandeinsätzen", so Mutschall.

Ein Gebäudebrand am 6. Oktober im Kunsthof Augustusgabe war der größte Einsatz 2014. "Wir wurden um 12.34 Uhr zur Unterstützung der Barbyer Kameraden nachalarmiert. Bei unserem Eintreffen stand das Gebäude bereits in Vollbrand. Es handelte sich um ein kombiniert genutztes Objekt mit Werkstatt, Stallungen, Stroh und Lagerbereich", erinnerte der Ortswehrleiter. Mehrere angrenzende Objekte seien durch die Wärmestrahlung und Funkenflug massiv bedroht gewesen. "Es gelang uns, diese Gebäude zu schützen und nach dem Eintreffen der durch uns nachalarmierten Kameraden aus Calbe zum Löschen des Feuers überzugehen. Gegen 15 Uhr konnte `Feuer aus` gegeben werden."

Mario Mutschall unterstrich: "Dieser Einsatz zeigte einmal mehr, wie schwer es den Wehren fällt, am Tage die Minimalstärke zu gewährleisten." (Die Barbyer Wehr war anfangs mit nur drei Kameraden angerückt.)

Der Ortswehrleiter bedankte sich bei allen einheimischen Unternehmen, die ihre Mitarbeiter jederzeit freistellten und sogar selbst mit zum Einsatz kommen würden. "Mein Dank gilt besonders Modellbau Slim Puder, Peter Liensdorf Formen und Werkzeugbau sowie der Broermann GbR. Nur durch diese und ein paar in Schichten arbeitende Kameraden, können wir unsere ständige Einsatzbereitschaft gewährleisten", stellte Mario Mutschall fest.

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