Glöthe (rki) l Die Kindertagesstätte "Winnie Pooh" in Glöthe hat langfristig keinen Bestand. Darauf wies die Leiterin des Fachdienstes für Schule, Jugend und Kultur, Ina Siebert, im Ausschuss für Jugend, Senioren und Soziales des Stadtrates hin.

Deshalb sei die Einrichtung von der Stadt auch nicht für das Förderprogramm Stark III berücksichtigt worden. "Angemeldet werden konnten nur Kindertageseinrichtungen, die nachhaltig bestandsfähig sind", sagte Siebert. Das führte sie zum einen auf die geringe Kinderzahl zurück. Die Zahl der Geburten schwankte in Glöthe pro Jahr von eins bis vier. Im zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres bekam keine Glöther Familie ein Baby.

Im November 2014 wurden in der Kita insgesamt elf Kinder betreut, davon drei im Krippenbereich. Im Dezember waren es ebenfalls elf Kinder, davon eins im Krippenbereich.

Auch das Gebäude ist nicht im besten Zustand. "Durch das Gebäudemanagement wurde im Jahr 2012 der Sanierungsbedarf für die Kindertageseinrichtungen der Stadt ermittelt. Aufgrund von Mängeln aus einer Brandsicherheitsschau besteht hier ein Bedarf von 55 000 Euro. Der Feuerwehrplan und die Flucht- und Rettungspläne wurden zwischenzeitlich umgesetzt. Hinzu kommen Reparaturen im Außenbereich in Höhe von 4000 Euro", teilte die Ressortchefin den Ausschussmitgliedern mit.

Siebert: "Wir wollen keine Angst machen. Die Schließung ist nicht akut. Dafür steht noch kein Termin fest. Wenn es soweit sein wird, werden wir zuerst mit den Eltern sprechen." Sie haben dann die Entscheidungsfreiheit, ob sie ihr Kind nach Brumby, Förderstedt, Atzendorf oder Staßfurt bringen.