Volles Haus bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Barby. Die konnte wieder im hochwassergeschädigten und sanierten Depot stattfinden.

Barby l "Die Ortsfeuerwehr Barby mit ihren 59 Mitgliedern und 32 Einsatzkräften ist eine von 100 freiwilligen Feuerwehren im Salzlandkreis mit 2410 Kameradinnen und Kameraden", begann Ortswehrleiter Nico Drobek statistisch. Die Ortsfeuerwehr Barby hatte im vergangenen Jahr 33 Einsätze gegenüber 2013 mit 42 .

Am 15. Mai mussten die Barbyer ausrücken, als der Bahnhof brannte. Beim Eintreffen stand bereits der komplette Dachstuhl in Flammen, so dass zur Unterstützung die Drehleiter aus Calbe nachgefordert wurde. "Wahrscheinlich wurde der Brand durch Kinder verursacht, die den Bahnhof für sich als Spielplatz entdeckt hatten", merkte Nico Drobek an. Wenige Tage später wurden die Kameraden bei starkem Regen zu einer Ölspur vom Markt bis zur Schulstraße gerufen. Der Einsatz wurde dem Verursacher in Rechnung gestellt.

Aber auch so etwas gab es: Am 8. Juni half die Wehr dem Rettungsdienst, einen Mann durch sein enges Treppenhaus zu tragen, der ins Krankenhaus musste.

Ende Juli kam es in der Breiten Gasse zu einer Verpuffung an einem Gasherd. "Hier mussten wir feststellen, dass die Einfahrt von der Gethsemanestraße in die Breite Gasse kaum, beziehungsweise für die Drehleiter, nicht möglich war. Ein im Kreuzungsbereich parkender Mercedes hatte das Abbiegen unmöglich gemacht", sagte Drobek. An Ordnungsamtsleiterin Karin Knopf gewandt, merkte der Wehrleiter an, dass dieses Problem seit langem bekannt sei, da dasselbe Auto schon bei einem vorhergehenden Wohnungsbrand den Einsatz behinderte. Karin Knopf sicherte zu, dass in den nächsten Tagen eine verkehrsrechtliche Anordnung erfolgen werde.

Im Herbst war hinter dem Barbyer Schützenplatz aus einem Rübenroder Diesel ausgelaufen, so dass eine etwa 100 Quadratmeter große Ackerfläche verseucht wurde. Eine Tiefbaufirma musste danach den Boden abtragen.

Am 6. Oktober rückte die Wehr zum Kunsthof Augustusgabe aus. "Bei diesem Einsatz standen uns anfänglich nur eine Handvoll Einsatzkräfte zur Verfügung, so dass die Feuerwehr Pömmelte und Calbe nachgefordert wurden. Hier sieht man auch, wie unterschiedlich die Ereignisse hinter dem Alarmstichwort `Mittelbrand` sein können", sagte Drobek. Dieser Mittelbrand sei in Wirklichkeit ein Großbrand gewesen. "Das sorgte bei den Einsatzkräften für Verwirrung. Manche verlassen dann ihren Arbeitsplatz nicht oder kommen von außerhalb nicht extra für einen Mittelbrand nach Barby zum Einsatz", fügte er hinzu. Zumal es kurz zuvor einen Fehlalarm gegeben hatte. Darauf reagierte Stadtwehrleiter Detlef August: Man müsse auch solche Alarmstichworte wie "Mittelbrand" sehr ernst nehmen, da Menschen, die einen Brand melden, die Lage infolge ihrer Aufregung oft falsch einschätzen.

Drobek dankte seinen Mitstreitern für deren großes Engagement bei der Wiederinbetriebnahme des Gerätehauses, das nach dem Hochwasser monatelang nicht genutzt werden konnte und saniert wurde.

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