Alles im Lot: Bei der Freiwilligen Feuerwehr Kleinmühlingen gibt es kaum etwas zu klagen. Die Nachwuchsgewinnung klappt und die Einsatzbereitschaft stimmt. Das wird bei der Jahreshauptversammlung am Sonnabend deutlich.

Kleinmühlingen l Mit Lob gespart wird in Kleinmühlingen nicht - zumindest nicht bei der freiwilligen Feuerwehr. Und dafür gibt es auch allen Grund. Denn die Mitgliederzahl an sich, die Gewinnung neuer Mitstreiter sowohl im aktiven Dienst als auch beim Nachwuchs sowie die Einsatzbereitschaft dieser ehrenamtlichen Einheit sind top. Das machen Wehrleiter Hans-Georg Fabian sowie der Kinderwart Christian Meyer und Jugendwart Felix Brösel in ihren Rechenschaftsberichten deutlich, die sie am Sonnabendabend während der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Kleinmühlingen verlesen haben.

"Die Ortsfeuerwehr hat 2014 eine Gesamtstärke von 53 Mitgliedern, das sind fünf mehr als 2013", sagt beispielsweise Hans-Georg Fabian. Gerufen wurden die Kameraden 2014 zu sieben Einsätzen. Das waren fünf Hilfeleistungen, ein Brandeinsatz sowie eine Einsatzübung. "Die Kameraden leisteten hier 17,16 Gesamteinsatzstunden", führt der Wehrleiter aus. Hinzu kommen die 26 Dienstabende. "Dabei leisteten die Kameraden 1526 Ausbildungsstunden mit einer Dienstbeteiligung von 72 Prozent", sagt Hans-Georg-Fabian. Hinzu rechnet der Kleinmühlinger noch die außerdienstlichen Veranstaltungen wie Osterfeuer, Kleine Friedensfahrt oder Hydrantenkontrolle, "dadurch kamen noch einmal 190 Stunden zusammen".

Die Kinderfeuerwehr - angeleitet von Christian Meyer - hat 2014 95 Dienststunden absolviert. Dabei ging es für die sechs Mädchen und Jungen um die Erste Hilfe und den Umgang mit den Feuerlöschern. Die Jugendwehr - Jugendwart ist Felix Brösel - hat 169 Dienststunden absolviert. In dieser Abteilung sind 16 Jugendliche aktiv.

Beide Abteilungen haben 2014 neue Mitglieder gewinnen können. Das sind drei Kinder und sieben Jugendliche. Eine beachtliche Summe. Das loben auch Gemeindewehrleiter Hans-Jürgen Schulze und Bördelands Bürgermeister Bernd Nimmich in ihren Grußworten. Vor allem vor dem Hintergrund, dass Kleinmühlingen kein Schulstandort sei, ist die Nachwuchsgewinnung bei der Feuerwehr für ihn beeindruckend. Er regt gleichwohl eine engere Zusammenarbeit mit der Grundschule in Großmühlingen an.

Alles funkt digital, nur aus dem TSF kommt es analog

Beachtung erhielt zudem die Frauengruppe "Feuer und Flamme". Sie hat sich im vergangenen Jahr gegründet . Die fünf Mitglieder sind sozusagen die guten Feen im Hintergrund, die sich unter anderem um die Bewirtung kümmern.

Auch wenn bei den Kleinmühlinger Brandbekämpfern alles im Lot zu sein scheint, so hat Hans-Georg Fabian doch einen Kritikpunkt. "Seit November 2014 funken wir mit der Einsatzleitstelle auch digital", führt er aus. Das sei ein Quantensprung. Aber: "Leider fehlt uns für unser Tragkraftspritzenfahrzeug noch immer das Fahrzeugfunkgerät, deshalb wird hier noch analog gefunkt." Des Weiteren moniert der Wehrleiter das Fahrzeugkonzept der Gemeinde. Dabei geht es um ein Tanklöschfahrzeug. Für Kritik zeigt sich Bürgermeister Bernd Nimmich offen. "Die Feuerwehren sind wichtig", betont er. Deshalb habe die Ausstattung Priorität. In diesem Zusammenhang zählt er einige Anschaffungen aus dem vergangenen Jahr auf - zum Beispiel das Fahrzeug für Welsleben, die zwei Mannschaftstransportwagen für Eickendorf und Biere sowie das neue Dach des Gerätehauses in Eickendorf. "Das summiert sich im Haushalt", sagt er, dass mit Fingerspitzengefühl an die Finanzierung gegangen werden muss. Und Gemeindewehrleiter Hans-Jürgen Schulz fügt an: "Wir gucken nach Angeboten, aber 2015/16 wird es wohl nichts."

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