Schönebeck/Staßfurt (mz) l Der sogenannte freigestellte Schülerverkehr wird künftig deutlich teurer. Der Salzlandkreis rechnet nach eigenen Angaben mit jährlichen Kostensteigerungen von bis zu 1,7 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr wurden knapp 2,7 Millionen Euro dafür aufgewendet. Grund für die Kostensteigerung ist vor allem die Einführung des Mindestlohns, hieß es beim zuständigen Fachamt.

Mit dem freigestellten Schülerverkehr befördert der Kreis zumeist lern- oder geistigbehinderte Schüler in speziellen Fahrzeugen zu den jeweiligen Schulen. In einigen Fällen muss der Kreis Schüler auch in gesonderten Fahrzeugen befördern, weil die vorgeschriebenen Fahrzeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln sonst nicht eingehalten werden können. Rund 740 Schüler im gesamten Kreis müssen auf diese Art täglich zu ihren Einrichtungen gebracht werden.

Nach einer Mitteilungsvorlage der Verwaltung sind damit derzeit 20 Unternehmen beauftragt - der Vertrag mit den Firmen läuft jedoch im kommenden Jahr aus. Um eine erneute europaweite Ausschreibung vorzubereiten, will die Kreisverwaltung eine Firma beauftragen, die spätestens im zweiten Quartal die Gespräche mit der zentralen Vergabestelle aufnimmt. Der Kreistag muss zuvor jedoch einen entsprechenden Beschluss zur Auftragsvergabe fassen.