Schönebeck l Es ist wieder soweit. Die Amphibien werden wieder die Straßenseiten wechseln und damit laufen sie Gefahr sozusagen unter die Räder zu kommen. Damit das nicht passiert, organisieren die Mitstreiter der Schönebecker Ortsgruppe des Naturschutzbundes (Nabu) das sogenannte Krötentaxi. Dabei sammeln Freiwillige die Amphibien am Straßenrand auf und bringen sie auf die andere Seite. Klingt einfach, ist auch einfach. Und gleichzeitig ist es wichtig.

"Jedes Jahr werden unzählige Amphibien überfahren oder tödlich verletzt, so dass sie zu den gefährdetsten Tiergruppen überhaupt gehören ", sagt dazu Michael Wunschik, Vorsitzender der Nabu-Gruppe. Und: 14 der 18 in Sachsen-Anhalt vorkommenden Lurcharten stehen mittlerweile auf der Roten Liste.

Wie er weiter mitteilt, hat die Naturschutzbehörde des Salzlandkreises Amphibienschutzzäune an bekannten Wanderwegen mit großem Lurchvorkommen aufgebaut. So auch an der B246a und an der Kreisstraße nach Ranies.

"Ehrenamtliche Naturschützer betreuen die Zäune an den Wochenenden, so auch von der Nabu-Gruppe Schönebeck", berichtet Michael Wunschik.

Die Ortsgruppe Schönebeck lädt alle freiwilligen Helfer zur Aktion "Krötentaxi" ein - sowohl am kommenden Wochenende, als auch am Wochenende vom 21. März. Treffpunkt ist am Sonnabend und Sonntag jeweils um 9 Uhr am Amphibienzaun an der Kreisstraße nach Ranies. Er befindet sich von Schönebeck kommend links an einem Waldstück. "Insbesondere Kinder sind herzlich willkommen", sagt der Schönebecker, der bei diesen Veranstaltungen gern Wissenswertes zu den Amphibien weitergibt. Die in die Fangeimer am Zaun gefallenen Amphibien werden in das "Krötentaxi" gesetzt und dann über die Straße getragen. Die Kinder haben dabei die Möglichkeit, die verschiedenen Arten näher kennenzulernen. Wer im Besitz einer Warnweste ist, wird gebeten, diese mitzubringen.