In ein Schiff hat sich die Bördehalle in Eggersdorf am Sonnabend verwandelt. Kurz, bevor es in See stach, hatte die Volksstimme Gelegenheit, mit dem Kapitän zu sprechen.

Eggersdorf l "Kreuzfahrt der Träume", so hat der Sänger und Entertainer Maxi Arland seine aktuelle Show genannt, mit der er, gemeinsam mit anderen Interpreten, durch ganz Deutschland tourt. Vor dem Ablegen des Traumschiffs am Port von Eggersdorf hatte Volksstimme-Redakteur Ulrich Meinhard Gelegenheit für ein Gespräch mit dem Kapitän.

Volksstimme: Heute Eggersdorf, morgen Eberswalde. Wo sind Sie denn am Freitag aufgetreten?

Maxi Arland: Gestern Abend war ich zu Hause. Das muss auch mal sein. Diese Tournee hat im Januar begonnen und läuft jetzt seit 63 Tagen kreuz und quer durch Deutschland. Und sie wird noch bis Juni andauern.

Wünschen Sie sich bei einer so langen Tournee manchmal nicht einfach nur Ruhe?

Dadurch, dass es meine eigene Show ist, an der ich praktisch alles arrangiert habe, sogar die Plakatentwürfe, bin ich schon immer sehr konzentriert und verfalle nicht in eine Routine.

Was machen Sie eigentlich, wenn Sie erkältet sind oder einfach nicht gut drauf und trotzdem auf die Bühne müssen?

Man braucht schon viel Disziplin, um sich möglichst nicht zu erkälten. Es gibt schon ein paar Vorsichtsmaßnahmen, die man treffen kann. Wenn mal jemand nicht so gut drauf ist, dann macht ein anderer während der Show ein bisschen mehr als sonst.

Wenn Sie nicht Sänger und Entertainer wären, was würden Sie stattdessen machen?

Ich glaube, ich würde einen gute Rechtsanwalt abgeben. Gerechtigkeit ist für mich ganz wichtig. Das fällt auch meiner Frau immer wieder auf.

Apropos Ehefrau: Sie sehen sich ja während so einer Tournee wochenlang nicht. Das muss doch sehr belastend sein?

Meine Frau ist oft dabei. Das geht schon. Außerdem glaube ich, dass die Liebe länger frisch bleibt, wenn man sich nicht täglich sieht. Man freut sich dann wieder aufeinander.

Welche Musikrichtung mögen Sie am liebsten?

Ich bin ein großer Swing-Fan. Das wird auch mit meiner neuen CD deutlich werden, an der wir - unter anderem mein Manager Thomas Stein - ein gutes Jahr gearbeitet haben und die im Mai rauskommt. Ich möchte die Leute immer wieder mitreißen und auch überraschen mit dem, was ich mache. Der Swing, diese Musik aus den 1960ern, mit Titeln wie "New York, New York" oder "Raindrops" läuft bei mir rauf und runter.

Sind Sie das erste Mal in der Region?

In Eggersdorf bin ich das erste Mal. In Schönebeck hatte ich bereits einen Auftritt, vor vielen Jahren. Das war Open air.

Wann sind Sie wieder im TV zu sehen?

Am kommenden Freitag beim MDR "Riverboad". Am 22. Mai läuft die nächste Sendung "Musik auf dem Land", auch im MDR-Fernsehen.

Für diesen Sender haben Sie ja schon sehr viel gemacht.

Ja, eine Zusammenarbeit besteht seit dem Jahr 2000 schon. Dadurch habe ich Mitteldeutschland gut kennengelernt kann Tipps geben, wo es am schönsten ist.

Wo denn zum Beispiel?

An der Elbe, im Harz, im Erzgebirge, in der thüringischen Rhön, von der ich sehr beeindruckt bin.

 

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