Die Mitglieder des Verschönerungsvereins Calbe kümmern sich in dieser Saison neben der weiteren Aufwertung der Saalemauer um ein Prestigeprojekt ihrer Vorgänger. Der Verschönerungsweg samt Teich und Gedenksteinen steht auf dem Plan der Ehrenamtlichen. Zuvor soll am Schiffsanleger wieder kräftig gefeiert werden.

Calbe l Nicht nur die Kleingärtner zieht es angesichts der wärmeren Tage jetzt hinaus in ihre Gärten. Auch den ehrenamtlichen Stadtverschönerern von Calbe juckt es wieder kräftig in den Fingern.

"Am Freitag vor dem Rolandfest wollen wir wieder zu einem Open Air einladen."

Rudolf Conrad, Vorsitzender des Verschönerungsvereins Calbe

So werden in dieser Saison die Ehrenamtlichen wieder die Ärmel hochkrempeln und das neugestaltete Areal pflegen. "Wir wollen in diesem Jahr auch die Neugestaltung der Saalemauer abschließen", kündigt Vereinsvorsitzender Rudolf Conrad an. Dabei soll in diesem Bereich der Belag des Fußwegs in der Bernburger Straße erneuert werden. Die Vereinsmitglieder hatten zudem im vergangenen Jahr die Idee geboren, die maroden Zaunfelder entlang des Fußwegs nach historischem Vorbild zu erneuern. Der Tornitzer Unternehmer Eckhard Henschel bot als Vereinsmitglied jedem Bürger die Möglichkeit, sich gegen einen Obolus ein Zaunfeld mit seinem Namen zu sichern. Mittlerweile seien Spenden für alle 45 Zaunfelder eingegangen und deren Anbringung stehe nun nichts mehr im Wege, so Conrad. Außerdem habe der Verschönerungsverein mit der Zusammenstellung von Unterlagen seine Hausaufgaben gemacht, die über die Stadt beim zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamt eingereicht werden sollen. Ziel ist, dass auch Sport- und Freizeitboote neben dem Schiffsanleger der "Saalefee" an der Betonmauer anlegen können.

Ein weiteres großes Projekt haben sich die Ehrenamtlichen mit der Pflege des Verschönerungsweges zwischen der Großen Fischerei und dem Fährweg vorgenommen. "Dieser bekommt mit der geplanten Asphaltierung des Saaleradwanderweg zwischen Jesar und dem Bootshaus eine wichtige Bedeutung, um Radtouristen ins Stadtinnere zu locken", sagt Conrad. Das Areal wurde einst vom 1881 gegründeten Vorgängerverein geschaffen, der sich in erster Linie aus lokalpatriotisch denkenden und kulturhistorisch interessierten Fabrikunternehmern zusammensetzte.

Ab kommenden Herbst soll mit einer Verjüngerungskur für Teich, Rabatten und der "patriotischen Steine" begonnen werden. Eigentlich sollte die Maßnahme schon früher beginnen, doch als erstes müsse der Baubetriebshof mit der Baumpflege in diesem Bereich beginnen, erklärt Conrad. Und das sei nach der Vegetationsperiode erst wieder im Herbst möglich.

Bis es soweit ist, möchte der Verschönerungsverein Anfang Juni - getreu dem Motto: "Wer feste arbeitet, kann auch Feste feiern" - im Vorfeld des Rolandfestes zu einem musikalischen Open Air an die Saalemauer einladen. "Nach der feierlichen Einweihung der Saalemauer im vergangenen Jahr hatten wir viel positive Rückmeldung bekommen und wurden nach einer Neuauflage gefragt", erklärt Conrad.

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