Mit einem Brunnenfest des Elbuferfördervereines und der Stadt soll am 25. April der neue Marktbrunnen eingeweiht werden. Damit endet das siebenjährige Bauprojekt. Die Sanierung des Denkmals hat rund 232000 Euro gekostet.

Schönebeck l Diesen Termin lässt sich Martin Hennig nicht nehmen. Der Vorsitzende des Elbuferfördervereins kommt trotz einer Erkältung zur Pressekonferenz ins Rathaus. Gemeinsam mit seinem Vorstandsmitglied Lothar Finke und Oberbürgermeister Bert Knoblauch verkünden die drei Männer die offizielle Übergabe des neuen Marktbrunnens. Seit sieben Jahren versuchen die Mitglieder des Elbuferfördervereins gemeinsam mit kleinen und großen Sponsoren, den Brunnen nicht nur in Ordnung, sondern das Wasser auch wieder zum Laufen zu bringen. Das scheint jetzt geschafft.

Dass die feierliche Einweihung genau in die Sanierung des Marktplatzes fällt, nehmen die Elbuferförderer gern in Kauf. Denn am Ende nach Fertigstellung wird der Brunnen dann noch mehr zur Geltung kommen. "Insgesamt 232000 Euro hat die Sanierung und Rekonstruktion gekostet. Dafür gab es 240 Einzelspender. Ihnen allen sei ausdrücklich Danke gesagt", so Martin Hennig. Auch Fördergelder in Größenordnung sind geflossen.

Die Übergabe des neuen Brunnens an die Stadt Schönebeck soll nun in Form eines großen Festes mit allen an der Realisierung beteiligten Helfern, Firmen, Sponsoren und Bürgern der Stadt durchgeführt werden. "Dafür haben wir für Sonnabend, 25. April, ein kleines Programm auf die Beine gestellt, in dessen Mittelpunkt der Brunnen stehen wird", berichtet Lothar Finke, Vorstandsmitglied des Elbuferfördervereines. Vor allen ist es nicht nur der Brunnen im Allgemeinen, sondern es sind die Figuren im Besonderen, die sich dann auch im sechsstündigen Programm widerspiegeln sollen.

Wie Martin Hennig berichtet, stehen die Figuren des Marktbrunnens für die ehemaligen Gewerke und für die Entwicklung der Stadt Schönebeck: der Bergmann, der Fischer, der Metallarbeiter sowie die Elbe. So stehen folgende Programmpunkte auf dem Veranstaltungsplan: Eröffnung der Ausstellung im Industriemuseum, Bergmannslieder mit dem Handwerker Männerchor, Frühlingslieder mit dem Gemischten Chor Bad Salzelmen, Elbe- und Schifffahrtslieder mit dem Shanty-Chor und viele andere Auftritte.

Neben der offiziellen Übergabe wird die Darstellung des Folklorevereines sicherlich noch ein historischer Höhepunkt sein. Der Grund: Es war im Jahr 1992, als die Gruppe zum Fest "100 Jahre Rathaus" den Brunnentanz aufführte. "Wir haben mit den Mitgliedern gesprochen. Sie wollen den Tanz 24 Jahre später wieder neben dem Brunnen aufführen", so Martin Hennig.

Baustelle hin, Baustelle her: Der Teil des Marktes vor dem Rathaus wird in fünf Wochen noch nicht so stark von Bauarbeitern in Besitz genommen sein. "Dort und in der Salzer Straße können wir das Brunnenfest feiern. Daran wollen sich auch die umliegenden Händler beteiligen", erklärt Schönebecks Oberbürgermeister Bert Knoblauch (CDU) und lobt deren Engagement.

Das Brunnenfest am 25. April steht nicht nur im Zeichen der Brunnenübergabe. Wie Martin Hennig berichtet, begeht der Förderverein in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Auch dieses Jubiläum soll gefeiert werden. Zudem, so vage Vorstellungen des Elb-uferfördervereines, könnte das Brunnenfest Auftakt für ein sich jährlich wiederholendes Stadtfest um den neuen Marktbrunnen werden. Vielleicht auch immer zusammen mit der Blumen- und Pflanzenschau auf dem Salzblumenplatz?

Nachdem der neue Marktbrunnen Ende April der Stadt und den Bürgern übergeben wurde, will sich der Elbuferförderverein weiteren Aufgaben widmen. Unter anderem, so schwebt es den Mitgliedern vor, soll der "SCHÖNEBECK"-Schriftzug am Ufer der Elbe in der Nähe des Salzblumenplatzes von hinten mit LED-Mitteln beleuchtet werden. Und vielleicht kann auch die Figur "Die Elbe" des Brunnens in den nächsten Jahren noch ins rechte Licht gesetzt werden.