An den Bereichen Wassertor, An der Saale und Große Fischerei hat das Junihochwasser 2013 große Schäden verursacht. In diesem Jahr sollen dort die Bagger anrollen. Zur Vorstellung der Pläne lud die Stadt am Donnerstag in den Schulungsraum des Feuerwehrdepots ein.

Calbe l Im großen Paket der städtischen Hochwassermaßnahmen tragen sie die Nummern 12 bis 14. Einleitend erklärte Bürgermeister Sven Hause vor rund 50 Interessenten den Kostenumfang der drei Baumaßnahmen, die komplett vom Land gestemmt werden. Demnach stünden für den Kanal- und Straßenbau An der Saale rund 131 000 Euro bereit. Für den Straßenbau im Abschnitt der Großen Fischerei 21 bis 23 b betragen die Kosten rund 97 000 Euro. Für den Kanal- und Straßenbau am Wassertor sind rund 253 000 Euro bereitgestellt worden.

Christian Sehmisch vom beauftragten Ingenieurbüro in Calbe gab einen Einblick in den aktuellen Planungsstand.

- Maßnahme Wassertor: Der Ausbau erfolgt auf einer Länge von rund 170 Metern mit Betonsteinpflaster und einer Oberflächenentwässerung über eine Mittelrinne. Im südlichen und östlichen Bereich des Wassertors wird die Fahrbahnbreite rund fünf Meter betragen, aufgrund der Bebauung ist die Straße im nördlichen Bereich nur drei Meter breit. Der Gehweg wird durch ein überfahrbares Rundbord abgesetzt. Anwohner Sven Marwinski machte auf Regenwasserrohre aufmerksam, die in diesem Bereich gekappt wurden und nicht ordnungsgemäß entwässerten. "Ein Fehler, der beim Bau behoben werden muss", erklärte Siegfried Zajicek, technischer Leiter beim Abwasserzweckverband (AZV)"Saalemündung". Der Verband baut im Zuge der Maßnahme sowohl einen neuen Schmutzwasserkanal samt Hausanschlüssen als auch einen Regenwasserkanal zum Mühlgraben. "Schön und gut, dass die Straße gemacht wird, aber was ist mit dem Schutz bei neuen Hochwassern?", fragte Anwohnerin Rosemarie Faltin. Mobile Spundwände für diesen Bereich seien beantragt, so Sven Hause, aber diese seien als präventiver Hochwasserschutz nicht förderfähig. Die Stadtverwaltung bleibe dran. Unternehmer Werner Sinast plädierte für eine dringend notwendige Sanierung der Schwergewichtsmauer zum Mühlgraben zum Schutz vor Hochwasser.

- Maßnahme Große Fischerei 21 bis 23b: Auf rund 310 Meter Länge wird dieser Straßenbereich befestigt. Ein Rundbord wird die drei bis fünf Meter breite Fahrbahn vom Gehweg trennen.

- Maßnahme An der Saale: Anfang Juli soll mit dem Ausbau des rund 250 Meter langen Abschnitts begonnen werden. Die 4,20 Meter breite Fahrbahn aus Asphalt wird durch einen überfahrbaren Rundbord vom Gehweg aus Betonsteinpflaster getrennt. Der ehemalige Bauleiter Hans Wolfram wies auf den zu klein dimensionierten Schmutzwasserkanal in diesem Bereich hin. Der AZV errichtet einen neuen Mischwasserkanal samt neuen Hausanschlüssen. Auch dieser Ausbau soll bis spätestens Jahresende realisiert werden.

 

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