Schönebeck (dw) Was mit einem hoffnungsvollen Start begann, wurde vor allem für Schönebecks Kinder zur unendlichen Geschichte: 2009 gab es seitens der Verwaltung die Ideen für einen besonderen Spielplatz unmittelbar an der Söker Straße. Der "Entdeckergarten Altstadt" sollte, so die Pläne vor sechs Jahren, ein Spielplatz für die Altstadt sein. Die Stadtvorderen maßen dem Projekt im Bereich Thimannstraße/Peterstraße höchste Priorität zu. Die "spielerische Lücke" in der Altstadt sollte geschlossen werden, Kinder und Erwachsene eine echten Entspannungsort finden. Über 300 000 Euro zeigten die Planungen an. Die Stadt hoffte 2009 auf Förderung und verkündete im März, dass im Herbst alles fertig sei. Der Blick in die Söker Straße heute zeigt ganz und gar nichts Spielerisches, eher unwirkliche Leere zwischen Bahnstrecke und Straße. Tatsächlich geriet das Projekt schnell ins Stocken. Der "Entdeckergarten"-Bau wurde ins Folgejahr geschoben. Bis 2012 gab es wenig zu berichten, nur, dass der Stadt in Zeiten eigener Sparzwänge das Geld für die freiwillige Aufgabe fehle. Man schien sich schließlich fast ganz von dem Projekt zu verabschieden. Trotz vermittelnder Gesprächen zwischen Sozial-, Finanz -und Bauverwaltung im Rathaus wuchs die Erkenntnis, keine Eigenmittel aufbringen zu können. Die angeforderten Fördermittel sollten 2012/13 ausgezahlt werden. Das Rathaus meldete sie ab. Und nun? Noch hat die Stadt das Geld nicht, um das Projekt anzugehen. Bis 2018 erstreckt sich der Konsolidierungszeitraum. So lange ist Sparen angesagt. Danach aber, so die Hoffnungen in der Verwaltung, wolle man den "Entdeckergarten" angehen. Gerade, weil im Zentrum ein Spielplatz nach wie vor fehle. Zudem habe man fertige Planungen in der Schublade, hieß es aus der Bauverwaltung. Die allerdings müssten angepasst werden. Dann zeige sich auch, welche Mittel gebraucht würden.