Der regionale Energieversorger Erdgas Mittelsachsen (EMS) schließt Groß Rosenburg an sein Erdgasnetz an. Die Bauarbeiten begannen Anfang März und sind in vollem Gange.

GroßRosenburg/Sachsendorf l Zunächst wird eine Zuleitung aus Richtung Sachsendorf-Patzetz zum Ortseingang Groß Rosenburg verlegt. Dies geschieht in geschlossener Bauweise, sprich im unterirdischen Bohrspülverfahren.

"Innerorts werden die Leitungen bis zum Ortsausgang Richtung Breitenhagen sowie nach Klein Rosenburg verlegt", erklärte EMS-Geschäftsführer Jens Brenner. Ebenso wie er hoffen auch Jens Strube, Bürgermeister der Einheitsgemeinde Barby, und Ortsbürgermeister Michael Pietschker, dass sich möglichst viele Rosenburger an das Erdgas-Netz anschließen lassen. Und zwar in doppelter Hinsicht: Zum Einen, weil die Erdgasversorgung jederzeit sicher ist. Den zweiten Ansatz erläuterte Jens Brenner so: "Wir unterstützen den Ortsteil zur Organisation und Durchführung der im Juni stattfindenden 1050-Jahrfeier mit einer Spende in Höhe von 1050 Euro. Und: Für jeden Hausanschlussvertrag, der bis zum 31. Mai 2015 geschlossen wird, packen wir jeweils 10,50 Euro oben drauf."

Wichtig: Neben der neuen Erdgasleitung werden auch Leerrohre zur Vorbereitung einer Glasfaser-Breitbandversorgung verlegt.

Die Strecke Patzetz bis zum Ortseingang Groß Rosenburg ist 2,7 Kilometer lang. In Patzetz wird die neue Zuleitung an das Mitteldrucknetz Sachsendorf angeschlossen. Verwendet wird eine PE-Leitung (Kunststoff) mit 90 Millimeter Außendurchmesser. Im Bohrspülverfahren erreichen die Bauleute eine Tagesleistung von rund 300 Metern.

Die innerörtliche Baustrecke zwischen dem Ortsein- und Ortsausgang von Groß Rosenburg in Richtung Breitenhagen ist 1,8 Kilometer lang.

Wie EMS-Pressesprecher Frank Sieweck sagte, sei es Zielstellung, mit den Hauptsträngen bis zum Beginn der 1050-Jahrfeier fertig zu sein.

Mit der Erdgasversorgung werden die privaten Flüssiggas- und Heizöltanks überflüssig. Sie hatten während des Deichbruchs im Juni 2013 große Probleme bereitet. Nicht selten waren Heizöltanks aus der Verankerung gerissen worden, deren Inhalt die Böden verseuchte. Noch heute sieht man an einigen Häusern schmutzig ölige Ränder des Wasserstandes.