Große Rauchsäulen sind am Sonnabend über Calbe, Schwarz und Trabitz hinwegzogen. Kurz vorm Entzünden der traditionellen Osterfeuer schickte Petrus einen kräftigen Regenschauer nieder. Davon ließen sich einige abhalten.

Calbe/Schwarz/Trabitz l Man muss sich einfach nur zu helfen wissen, dachte sich wohl Georg Mollwitz. Der Calbenser spannte am Ostersonnabend Wallach Felix vor seinen Kutschen-Eigenbau. Das Duo trabte zum Glöther Weg und bot sich am Abend kurzerhand als Shuttle-Express an. Nicht ohne Grund, denn Besucher des Osterfeuers mussten wegen des eingerichteten Halteverbots die letzten Meter zu Fuß zur ehemaligen Deponie zurücklegen, wo die Veranstaltung erstmals ausgetragen wurde. Heutzutage gilt das oft als große Distanz. Kurz ging ein kräftiger Regenguss über der Saalestadt nieder und sorgte für regelrechtes Herbstwetter. Dennoch fanden sich zahlreiche Besucher ein, die sich bei Getränken und Gegrillten stärkten, auch wenn das Feuer nicht die Größe der Vorjahre erreichte.

Im benachbarten Schwarz erwischte der Schauer Ortsbürgermeister Manfred Grimm, der seinen Grill notgedrungen wieder einpackte. Grillgut und Getränke gingen an die Ortsfeuerwehr, die am Gerätehaus unter den wachsamen Augen von Ortswehrleiter Stefan Ede und Stadtwehrleiter Harald Heinicke zahlreiche Fackeln ausgab.

Gemeinsam ging es über den durchnässten Wispitzer Weg zum Osterfeuerplatz am Ortsrand. Jung und Alt waren mit Gummistiefeln bestens präpariert. Schnell entzündeten die Fackeln den großen Haufen, der schließlich lichterloh brannte. Im Gegensatz zu Calbe verschonte der Rauch größtenteils die Ortschaft.

Schon am Karfreitag hatte sich die Schwarzer Kinder- und Jugendfeuwehr kräftig ins Zeug gelegt. Mädchen und Jungen aus Schwarz, Gottesgnaden, Tippelskirchen und Trabitz bemalten am Vormittag mehr als 200 Eier. Anna Dokal und Mathias Täubert verteilten die bunten Werke. "Wir bedanken uns bei allen Helfern und der Wehrleitung für die Unterstützung an diesen Tag", sagt Mathias Täubert.

Auch in Calbes kleinstem Ortsteil Trabitz zog das Osterfeuer am Sonnabend die Besucher auf die Saalewiese. Auch wenn es wegen des Wetters lediglich knapp 30 Trabitzer waren.

   

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