Der Sportplatz der Schulen Am Lerchenfeld wird saniert. Über ein Jahr war das Areal nicht nutzbar, auf dem während der Juni-Flut 2013 Hilfskräfte stationiert gewesen sind. Das hatte zu Schäden geführt.

Schönebeck l Schulleiter Rüdiger Gröber schaut wieder gern aus dem Fenster an seinem Arbeitsplatz. Der Chef der Sekundarschule Am Lerchenfeld in Schönebeck freut sich. Denn auf seinem Sportplatz ist Bewegung. Zwar noch nicht von Schülern, die sich fit halten. Dennoch aber von Baufahrzeugen, die den Platz wieder zu dem machen, was er sein soll - eine echte Sportstätte.

Denn als solche war das Gelände seit der Flut 2014 nicht mehr nutzbar. Der Sportplatz war vom Schulamt der Stadt gesperrt worden. Zu groß sei die Verletzungsgefahr gewesen, hieß es. Nachdem hier in den Tagen der Hochwasserkatastrophe 2013 bis zu 1300 Mann an Rettungskräften samt 350 Einsatzfahrzeugen und schwerem Gerät stationiert waren, war der Platz nicht wieder zu erkennen. Von "einem Acker hoch zehn" hatte der Schulleiter seinerzeit gesprochen. Tiefe Furchen machten den Sportunterricht unmöglich. Auch eine Notreparatur durch den Hausmeister akzeptierte die Stadt nicht und blieb beim angeordneten Betretungsverbot.

Monatelang! Ein Zustand, der Schulleitung, Lehrern und besonders den Kindern unverständlich sein musste und war. Rüdiger Gröber fasst die Gedanken zusammen: "Wir sind eine Ganzstagsschule und haben den Anspruch, dass jedes Kind jeden Tag die Möglichkeit hat, Sport treiben zu können." Doch Ballspiele auf dem Rasen waren nicht mehr möglich. "Allen war unklar, warum das so lange dauert", sagt der Schulchef. Zumal das Land schnell finanzielle Mittel für die Beseitigung von Hochwasserschäden, Neben- und Folgeschäden bereitgestellt hatte.

Inzwischen ist der Unmut verflogen. Denn die Bagger sind zu Gange. Grünes Licht musste vom Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt kommen, von dem das Geld verteilt wird. "Die Bausumme beträgt in etwa 16 000 Euro", sagt Stadtsprecher Hans-Peter Wannewitz. Aus dem kommunalen Haushalt muss nicht ein Cent dazubezahlt werden. Das Land trage alles. So sei auch die lange Bearbeitungsdauer erklärbar, denn alles müsse genau geprüft werden.

Die Bautätigkeiten haben im März begonnen und sollen voraussichtlich noch in diesem Monat beendet werden, in 14 Tagen soll die Aussaat des Rasens beginnen - das ist abhängig von der Wetterlage. Nach einem beschränkten Ausschreibungsverfahren erhielt eine Firma aus Barleben-Meitzendorf den Zuschlag für die Reparaturen. "Die Baumaßnahme umfasst die Beseitigung der Schäden von 2013 von Rasen- und Tennenfläche (Hartplatz) sowie die Wiederherstellung der Nutzbarkeit als Sport- und Spielfläche für die Schüler", sagt Stadtsprecher Hans-Peter Wannewitz.

Wie passend, dass es an der Lerchenfeld-Schule ab dem Frühling die Möglichkeit gibt, wieder im Freien Sport treiben zu können. Schulleiter Rüdiger Gröber zeigt sich inzwischen mehr als versöhnt und sagt zufrieden, das sei auch für das Gesamtbild der Bildungseinrichtung in der Berliner Straße wichtig. Man habe eine gut sanierte Schule, eine gut sanierte Turnhalle und nun einen Topplatz.

"Bei aller im Vorfeld geäußerten Kritik: Ich bin dankbar und freue mich, dass wir hier dann so gute Bedingungen haben!"

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