Anfang 2014 kündigte die Stadtverwaltung an, dass bis spätestens 2020 auch der letzte Winkel in den Ortschaften der Stadt Barby mit schnellem Internet versorgt sein soll. Jetzt können die Barbyer ihren Bedarf per Internet oder Papierformular melden.

Barby l Schnelles Internet ist heiß begehrt - in den meisten Straßen in der Stadt Barby und ihren Ortschaften träumt man davon allerdings noch. Im größten Teil des Stadtgebiets liegt laut Breitbandatlas die Versorgung mit schnellem Internet (DSL) noch unter 50 Prozent, zum Teil auch deutlich darunter.

Das soll sich ändern: Aktuell läuft die Abfrage des Bedarfs an Anschlüssen für schnelles Internet in Barby. Bauamtsleiter Holger Goldschmidt aus der Stadtverwaltung hofft, dass möglichst alle ihren Bedarf anmelden, die einen schnellen Anschluss möchten. "Je größer der gemeldete Bedarf ist, desto besser ist das für die Abfrage", sagt er. Im Klartext heißt das: Die Auswertung dieser Abfrage wird umso besser, je mehr Leute sich daran beteiligen. Goldschmidt sagt auch: "Teilweise gibt es ja schon gute Verbindungen, aber eben nicht genug und nicht für alle. Im Interesse aller wäre es eben gut, wenn die weißen Flecken auf der Internetkarte ein für alle mal verschwinden würden."

In Breitenhagen liegt zum Beispiel die Versorgung mit schnellem Internet bei teilweise mehr als 95 Prozent, in Wespen, Tornitz und Rosenburg zum Teil bei unter 10 Prozent. Um eben genau die Ortsteile zu fördern, in denen der Anteil von Anschlüssen mit schnellem Internet sehr gering ist, wird der Bedarf angefragt und im Anschluss an die Auswertung dann auch ausgebaut.

Zeitplan für DSL-Ausbau steht noch nicht fest

Einen konkreten Fahrplan für den Breitbandausbau gibt es nicht, wie aus dem Rathaus zu erfahren war. Fest steht bislang lediglich, dass er bis 2020 abgeschlossen werden soll.

Bis 30. September können die Bewohner der Stadt und Ortschaften nun erst einmal melden, welche Bandbreite auf ihrem Internetanschluss vorhanden ist und welche gewünscht wird. Danach wird ausgewertet, was wo vorhanden ist und wo welche Bandbreiten neu angelegt werden müssen. Dazu werden wie in anderen Gemeinden auch Kabelarbeiten nötig sein, um entweder neue Leitungen zu verlegen oder neue Knotenpunkte für die Verteilung der Leitungen zu bauen.

Nach dem Ausbau werden im Stadtgebiet von Barby und in den Ortschaften die Datenraten im Breitbandnetz überwiegend per Glasfaserkabel übertragen.

Mindestens 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) Geschwindigkeit beim Surfen sollen dann für Unternehmen und Haushalte möglich sein. Auch in den kleineren Ortsteilen wie Neue Siedlung Pömmelte oder Rajoch sollen die Internetnutzer bis spätestens 2020 mindestens genauso schnell surfen können wie der Rest der Einheitsgemeinde Barby.

Die Formulare für die Abfrage können übrigens auch unter www.stadt-barby.de unter "Aktuelles" heruntergeladen werden.