Ein arbeitsintensives Jahr liegt hinter den Mitgliedern des Kultur- und Heimatvereins Eggersdorf. Und ein eben solches auch vor ihnen. Das ist einmal mehr bei der Jahreshauptversammlung deutlich geworden.

Eggersdorf l "Ein arbeitsintensives Jahr liegt hinter uns, verbunden mit vielen Aktivitäten und zahlreichen niveauvollen Veranstaltungen." Mit diesen Worten eröffnete kürzlich der Vorsitzende des Eggersdorfer Kultur- und Heimatvereins, Ronald Lindemann, die Jahreshauptversammlung. Das Vereinsleben im abgelaufenen Jahr 2014 war geprägt von organisatorischen Beratungen sowie von vielen interessanten und unterhaltsamen Zusammenkünften.

Heimatstube erweitert und umgestaltet: Sonderausstellungen möglich

Ein Schwerpunkt der Vereinstätigkeit im zurückliegenden Jahr war die Erweiterung und Umgestaltung der örtlichen Heimatstube. Dank der Zuweisung weiterer Räume durch die Gemeinde und dem handwerklichen Anpacken zahlreicher Mitglieder konnte die Präsentation der Exponate wesentlich verbessert werden. Ein neu eingerichteter Galerieraum bietet jetzt die Möglichkeit für Sonderausstellungen von Kunstobjekten.

Eine Hauptaufgabe der Vereinstätigkeit besteht aber darin, die alljährliche Erstellung der Schrift "Geschichte und Geschichten aus unserem Heimatort Eggersdorf". Hier wird Rechenschaft über das Vereinsleben des vorangegangenen Jahres abgelegt, über historische Dinge aus dem Dorf berichtet und die "Plattspräkergruppe vertellt" in Eggersdorfer Mundart Anekdötchen aus dem Dorfleben. Das inzwischen 15. Jahresheft kann nun käuflich erworben werden im örtlichen Laden von Frischmarkt Bethge oder bei den Vorstandsmitgliedern.

In dem neuen Heft wird über die Eggersdorfer Kriegsjahre von 1939 bis 1945 berichtet.

Ein weiteres Hauptthema widmet sich den "Alten Dorfhäusern von Eggersdorf". So mancher Eggersdorfer Bürger wird sich wundern, wenn er erfährt, dass er in einem sogenannten Häuslerhaus wohnt, oder er erfährt etwas über den bäuerlichen Vierseitenhof, auch Vierkant-Hof genannt. Ein weiteres Thema beschäftigt sich mit einer modernen Version des Märchens von den Nixen der "Eckehardesdorfer Springs", auch Quellen genannt. Zum Ärger der Eggersdorfer sprudeln die Quellen wieder, die aber nicht mehr den See der Tränke füllen, sondern heute die Keller vieler Hausbewohner.

Vor genau 57 Jahren hat die ehemalige Volkskorrespondentin Gertrud Henning dieses Märchen für die Volksstimme geschrieben und veröffentlicht. Der Vereinsvorsitzende hat das Märchen aber auf die heutige Zeit zugeschnitten und es aus einer anderen Sicht gesehen.

Die inzwischen 39 Vereinsmitglieder haben natürlich auch für das neue Jahr schon ihre Ziele abgesteckt. Das Autorenkollektiv will sich im Heft 16 verstärkt dem Eggersdorfer Braunkohlebergbau widmen. Der Weihnachtmarkt, die Braunkohlwanderung, die Teilnahme am Salzlandradeltag sowie die Mitwirkung beim Fest der Vereine im Dorf sind wieder ein permanenter Bestandteil der Vereinsarbeit.

Vortrag über Glocken Mitte April, Buchlesung im November

Am 16. April lädt der Verein ab 18 Uhr in die Gaststätte Zum Pferdestall zu einem Diavortrag über Glocken in Geschichte und Gegenwart ein. Jürgen Freyer aus Schönebeck wird referieren. Im November erfolgt wieder eine Buchlesung.

Ein besonderer Höhepunkt in diesem Jahr sind nicht nur die zwei geplanten Tagesfahrten der Vereinsmitglieder zur Autostadt Wolfsburg und zur Bundesgartenschau, sondern auch eine zweitägige Fahrt nach Berlin, wozu der Bundestagsabgeordnete der CDU, Tino Sorge, eingeladen hat.