"2013 hat die RWE Gasspeicher GmbH entschieden, aufgrund des absehbar fortbestehenden schwierigen Marktumfeldes für Erdgasspeicher keine weiteren Kavernen mehr zu errichten. Ursprünglich waren vier zusätzliche in Staßfurt geplant", sagte Unternehmenssprecher Jonas Knoop der Staßfurter Volksstimme.

Vorhaben erntet Kritik

2009 hatte RWE angekündigt, in Staßfurt insgesamt rund 300 Millionen Euro in den Erdgasuntergrundspeicher zu investieren. Bei dem Vorhaben in Neustaßfurt handelte es sich im Jahr 2012, bezogen auf das Speichervolumen, um den zweitgrößten Standort der Gesellschaft, die über insgesamt fünf derartige Anlagen in ganz Deutschland verfügt. Den Grundstein für den Speicher in Neustaßfurt hatten die Vereinigten Elektrizitätswerke Westfalen AG (VEW), die 2000 mit RWE fusionierten, 1995 begonnen und bis 1997 in zwei Bauabschnitten errichtet, weil es damals in Sachsen-Anhalt noch zu wenige von diesen Anlagen gab. Die dazu notwendigen ausgesohlten Kavernen hatte das Sodawerk Staßfurt an das Unternehmen veräußert.