Calbe l Jetzt beginnt wieder die Zeit, in der die "Grüne Lunge" erwacht und mit bunten Sträuchern, Bäumen und Wiesen unzählige Spaziergänger, Walker, Jogger und Radfahrer anlockt. Doch zeitgleich beginnen sich die zwei miteinander verbundenen größeren Teiche und die beiden kleineren Teiche zu Tümpeln zu entwickeln. Schon in der Vergangenheit setzte aufgrund von zurückgehendem Wasser und Sauerstoffmangel ein Fischsterben ein.

Situation nach Hochwasser verschlimmert

"Das Zusammenspiel der Ökologie funktioniert mittlerweile einfach nicht mehr", sagte Bürgermeister Sven Hause im Bau- und Vergabeausschuss am Montagabend. Dieser Zustand habe sich vor allem nach dem verheerenden Hochwasser im Juni 2013 verschlimmert, bei der die anliegende Saale nahezu das komplette Naherholungsgebiet und damit auch die Teiche überflutete.

Gutachten liegt noch nicht vor

Ein genaues Gutachten für eine Entschlammung liege allerdings noch nicht vor. Nach einem erneuten Vor-Ort-Termin und Abstimmung mit weiteren Behörden hat die Stadt eine Begutachtung des Schlammmaterials in Auftrag gegeben. Dessen Zusammensetzung lässt die Aussage zu, ob der Schlamm auf Feldern aufgebracht oder kostenintensiver entsorgt werden muss. Dazu hängen die genauen Kosten vom eingesetzten Entschlammungsverfahrensweise sowie der Technologie ab. So oder so: "Die Entschlammung der Teiche stellt eine Großmaßnahme dar", heißt es in der Beschlussvorlage.

Aufwertung für "Grüne Lunge"

Sven Hause hält die Chance für eine ökologische Wiederherstellung der Teiche und damit eine Aufwertung der "Grünen Lunge" für gekommen. Das Geld soll vom Land kommen, das Kommunen im Rahmen von Hochwasserschäden an der ländlichen Infrastruktur im Außenbereich beantragen können. Hause verwies dabei auf den Unterschied zum verkrauteten Schwarzer Dorfteich, dessen anvisierte Entschlammung über andere Fördertöpfe realisiert werde.