25 Kinder nahmen am Auftakt der Kleinen Friedensfahrt `15 in Barby teil. Sie findet in 13 Orten des Salzlandkreises statt. Organisator ist das Friedensfahrtmuseum Kleinmühlingen in Verbindung mit dem Kreissportbund und Vorort-Begeisterten.

Barby l Die Elbestadt ist alle Jahre wieder Auftakt-Ort für die Kleine Friedensfahrt. Organisator Horst Schäfer verschickt bereits im November seine Einladungen an die Schulen. Der 61-Jährige organisierte mit Freiwilligen und Mitgliedern des Kreissportbundes das Radrennen mit dem Symbol der weißen Taube. Insgesamt richten Schäfer und Team ehrenamtlich an 13 Orten des Salzlandkreises Rennen aus. Einfach so, aus Freude am Sport und der Tradition.

Die Reaktion ist unterschiedlich: Mal sind es mehr, mal weniger strampelnde Kinder. "Das hängt oft vom Engagement der Schulleiter ab", sagt Schäfer. Wenn die engagiert sind und ein Herz für den Sport haben, funktioniere die Sache. Wenn nicht, blieben die Teilnehmerzahlen "überschaubar". Auf alle Fälle liege es nicht an den Kindern. Sie müssten nur von den Lehrern "leicht geschubst" werden.

In Barby hatte Susanne Liebig den Hut auf. Die gebürtige Hamburgerin schwenkte die Tauben-Fahne, verteilte gute Ratschläge und am Ende die Preise. "Die werden von Sponsoren bereitgestellt. Wir sammeln das ganze Jahr über", verriet sie.

Der Kleinmühlinger Richard Bieske vom Verein für Radfreizeit reaktivierte bereits Ende der 90er Jahre die Kleine Friedensfahrt. Er hatte nach Kriegsende den dortigen Kunstradverein mit aufgebaut. Schäfer übernahm wenig später die Regie. Gleich nach der Kreisfusion auch in Bernburg. Weil dort bekanntermaßen die Uhren anders ticken, musste er "viel Überzeugungsarbeit" leisten, um den Ur-Anhaltern "was Neues aus Schönebeck" schmackhaft zu machen. Ein Sportverantwortlicher der Stadt sei aber gleich "Feuer und Flamme" gewesen.

Am 5. Mai startet das kleine Rennen in Schönebeck; am 6. Mai stehen gleich zwei Orte auf dem Plan: Bernburg und Welsleben. In dem Bördedorf werden bis zu 70 Teilnehmer erwartet.

 

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