Bernd Nimmich (SPD) heißt der alte und neue Bürgermeister der Gemeinde Bördeland. Er trat gestern ohne Gegenkandidaten zur Wahl an. Die Wahlbeteiligung lag bei 23,25 Prozent.

Biere l Am gestrigen Sonntagmorgen verkündete ein regionaler Radiosender, dass Bernd Nimmich ruhig habe schlafen können. Denn ohne Gegenkandidaten war seine Wiederwahl sicher. "Aber ja", sagte der Bördeland-Bürgermeister gestern Abend gegenüber der Volksstimme, er hätte sich schon gerne Herausforderer gewünscht. "Das hätte die Sache natürlich spannender gemacht."

Dass sich niemand gegen den 58-Jährigen zur Wahl stellte, begründet Nimmich damit, dass die Arbeit im Gemeinderat harmonisch ablaufe. Die Sachpolitik stehe im Fokus, nicht der Parteienstreit.

Von den insgesamt knapp 6700 Wahlberechtigten in den sieben Bördeland-Dörfern gaben gestern 1540 ihre Stimme ab, das sind 23,25 Prozent; 45 der Stimmzettel waren ungültig. Die neue Wahlperiode beginnt am 1. August.

Zu den Herausforderungen der kommenden sieben Jahre gehört laut Nimmich vor allem die Konsolidierung des Gemeindehaushaltes. "In vielen Orten gibt es noch marode Straßen und die Bürger verlangen, dass wir aktiv werden", sagte er. Und fügte hinzu: "Es ist wichtig, dass wir aus eigener Kraft investieren können." Aus diesem Grund gehe er auch "sofort" zur Tagesordnung über.

Die Wahl hat die Gemeinde Bördeland insgesamt nur 3250 Euro gekostet. Die Stimmzettel sind in eigener Regie gefertigt und ausgedruckt worden. Die Zusteller, die sonst das Amtsblatt in die Haushalte bringen, übernahmen das Verteilen.