Der Bau des neuen Bootshauses kann dank unzähliger Spenden und Fördermittel in diesem Jahr beginnen. Nun hat die Johanniter-Unfallhilfe den Calbenser Wassersportlern weitere 36 000 Euro aus ihrem Hochwasserfonds 2013 übergeben und ermöglicht damit weitere Anschaffungen.

Calbe l Kanu-Abteilungsleiterin Christel Löbert strahlt bis über beide Ohren. Am Mittwoch hat die Turn- und Sportgemeinschaft (TSG) Calbe den Bewilligungsbescheid über die Gewährung einer Spende von knapp 36 000 Euro erhalten. Bei dieser stolzen Summe reiste der ehrenamtliche Johanniter-Landesvorstand Hubertus Graf von der Schulenburg an das Calbenser Saaleufer, um den Bescheid persönlich zu übergeben.

Dabei war es der SPD-Bundestagsabgeordnete Burkhard Lischka, der Bürgermeister Sven Hause im November 2014 den entscheidenden Wink für eine Förderung gab. Der 50-jährige Parlamentarier wusste, dass bei der Johanniter-Unfall-Hilfe noch Spendenmittel zur Beseitigung der Folgeschäden des Hochwassers 2013 zur Verfügung standen. Daraufhin wurde das Areal des einstigen Bootshauses, das am 7. Juni 2013 unter Wasser stand und zusätzlich ausbrannte, in Augenschein genommen. Gemeinsam wurde erörtert, an welchen Stellen noch Unterstützungsbedarf erforderlich ist.

Für Pumpe, Rasentraktor und Sanitärcontainer

Daraufhin erarbeitete die TSG Calbe unter Federführung der Abteilung Kanu den Antrag. "Aus den bereitstehenden Mitteln sollen die Nutzung eines Sanitärcontainers, die Wiederbeschaffung eines Rasentraktors, die Beschaffung einer Brauchwasserpumpe sowie die Instandsetzung einiger Bootsschuppen erfolgen", erklärt Kanu-Chefin Christel Löbert. Dabei wollen die rund 200 Mitglieder, die mit rund 60 Mädchen und Jungen eine starke Kinder- und Jugendarbeit in der Saalestadt leisten, mit dem Wiederaufbau keine sprichwörtlich "goldenen Wasserhähne", betont Löbert. Vielmehr solle intelligent und nachhaltig sinnvoll der Stand vor der Katastrophe 2013 hergestellt werden. Sie hofft, dass noch im Sommer die ersten Bagger anrücken können. Rund 1,3 Millionen Euro wird das neue Bootshaus kosten, das nach den Plänen auf einer Aufschüttung mehr als einen Meter höher als der Vorgängerbau errichtet wird.

Sven Hause dankte allen Anwesenden für die kooperative Zusammenarbeit im Vorfeld der Antragstellung und im Rahmen der ständigen Gespräche sowie den Johannitern für die Ausreichung der Mittel aus dem Spendenaufkommen. Ein besonderes Dankeschön richtete er an den Bundestagsabgeordneten Lischka. "Er leistet mit seinen Mitarbeitern stets intensive und direkte Hilfe, wo sie dringend benötigt wird", so Hause, der bei dieser Gelegenheit auch für den zehnten Calbenser Dickbootcup am 20. Juni kräftig die Werbetrommel rührte.