Die Arbeiten auf dem Friedhof in Biere gehen voran. Derzeit erfolgt in der Trauerhalle der Innenausbau. Außerdem wurde mit dem Wegebau begonnen. Anfang Juli soll die Halle wieder eröffnet werden können.

Biere l Warum sollen die Bierer nicht auch mal Glück haben? Als sich Ortsbürgermeister Peter Buchwald gemeinsam mit Vertretern der Baufirmen und des Windkraft-Fördervereins Lorica vor Ort treffen, wird eine gute Botschaft verkündet: Bevor der lange, parkähnliche Weg auf dem Friedhof ausgebaut wird, mussten Versorgungsleitungen in den Boden gebracht werden. Das erfolgte nicht herkömmlich mit einem Graben, sondern die Leitungen wurden in den Boden vorangeschossen. "Wir dachten erst, dass wir Probleme mit den Wurzeln der alten Bäume bekommen können. Aber es ist alles glatt gegangen", so Peter Buchwald.

Diese moderne Methode des Legens der Versorgungsleitungen ist zwar finanziell intensiver, aber zeitlich nicht so aufwändig. Nachdem nun die Leitungen für das Wasser und Abwasser gelegt ist, wird der neue Weg ein wenig ausgehoben, Begrenzungen gesetzt und anschließend Splitt aufgefahren. "Es muss schon etwas fester sein, damit diewenigen Fahrzeuge auch bei Regenwetter keine Probleme haben", erklärt der Ortsbürgermeister.

Insgesamt ist der Ausbau der alten Trauerhalle, der Anbau und der Wegebau ein riesen Projekt für die Kommune. Mehr als eine halbe Million Euro werden auf dem Friedhof verbaut. Unterstützt wird die Ortschaft dabei finanziell vom Amt für Landwirtschaft und Flurneuordnung, das bei der Maßnahme Trauerhalle 75 Prozent der Kosten übernimmt. Der Windkraft-Förderverein Lorica engagiert sich außerdem stark und stellt den Eigenanteil des Dorfes bereit.

Insgesamt, so berichtete es der Ortsbürgermeister, bestand dringender Handlungsbedarf. Die alte im Jahr 1952 gebaute Trauerhalle war einfach zu klein. Sie konnte nur 35 Personen bei Feierlichkeiten aufnehmen. Mit dem Anbau nun schnellt die Kapazität auf 60 bis 80 Plätze nach oben. Dass zukünftig Trauergäste bei Beisetzungen unter freiem Himmel stehen müssen, wird also seltener vorkommen.

Die sanierte alte und die neue Trauerhalle, die in L-Form errichtet wurde, soll im Inneren einen kirchlichen Charakter bekommen. So sollen keine Stühle für die Besucher angeschafft werden, sondern Holzbänke. Die sind nicht nur kostengünstiger, sondern passen sich auch mehr dem Charakter einer Trauerhalle an.

"Dafür haben wir einen ortsansässigen Tischler beauftragt. Im Grunde kommen alle Gewerke aus der Region", freut sich Peter Buchwald, mit dem Projekt die heimische Wirtschaft stark zu unterstützen.

Jetzt steht auch der Eröffnungstermin fest: Am Mittwoch, 8. Juli, um 10 Uhr. "Dazu sind alle interessierten Bürger eingeladen", freut sich der Ortsbürgermeister.

   

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