Die Volkssolidarität in Calbe bekommt in den kommenden drei Jahren finanzielle Unterstützung. Ein großer Energieversorger hat jetzt mit Unterstützung des Bürgermeisters einen entsprechenden Vertrag geschlossen.

Calbe l Die Volkssolidarität in Calbe bekommt in den kommenden drei Jahren finanzielle Unterstützung. Die Avacon spendet der gemeinnützigen Organisation jedes Jahr 2000 Euro, sagte Thomas Braumann, Referent für Kommunalmanagement. Der Betrag soll der Volkssolidarität helfen, die Einrichtung für die Bürger weiter zu betreiben.

Die Spende sei für die Calbenser Volkssolidarität mit ihrer Einrichtung sehr wichtig, sagt Angela Herzog vom Regionalverband Elbe-Saale der Volkssolidarität. In den nächsten drei Jahren habe der Verband mit dem Calbenser Objekt noch einige Lasten. Investitionen in das Haus ließen die Abschreibungen steigen, erklärt sie. In den kommenden drei Jahren seien die Abschreibungen noch höher. Danach reduziere sich der Betrag und entlaste den Verband. Die Spende des Energieversorgers sei deshalb sehr willkommen, freut sie sich zusammen mit den Vorsitzendern der Ortsgruppen, Erika Heil und Lisbeth Perlich, sowie der Mitarbeiterin vor Ort, Bettina Körner.

Zufrieden zeigt sich ebenfalls Calbes Bürgermeister Sven Hause. Er erinnert sich noch, dass die Volkssolidarität ihn im Wahlkampf auf Unterstützung angesprochen hatte. Versprochen habe er damals nichts. Trotzdem habe er die Volkssolidarität im Hinterkopf behalten und sich bei der Avacon für die Organisation eingesetzt. Hause ist selbst Mitglied in der Volkssolidarität. Die Einrichtung habe für ihn einen hohen Stellenwert in der Stadt, sagt er.

Dabei kämpft die Volkssolidarität mit weiter sinkenden Mitgliederzahlen. Rund 170 Einwohner der Saalestadt sind aktuell in der Volkssolidarität organisiert, schildert Angela Herzog. Das Durchschnittsalter gibt sie mit 76 Jahren an.

Ziel sei es, die Menschen aus der Einsamkeit zu holen, schildert sie. Dazu gibt es unter der Woche täglich Veranstaltungen und Treffen in der Volkssolidarität. Ehrenamtlich kümmern sich die Vorsitzenden der Ortsgruppen um die Mitglieder. Kranke werden besucht, zum Geburtstag gibt es eine Aufmerksamkeit. Regelmäßig werden zudem Fahrten organisiert, damit die Menschen in der Gemeinschaft auch mal herauskommen und etwas erleben.

Als Bürgermeister wolle er sich in Zukunft dafür einsetzen, dass mehr Menschen in Calbe auch Mitglied in der Volkssolidarität werden, kündigt Sven Hause an. Es sei wichtig, dass die Menschen auch im Alter einen Treffpunkt haben. Er zeigt sich vor allem froh darüber, dass die Volkssolidarität in der Stadt so engagiert sei. Gern öffnet die Organisation ihr Haus auch für andere Vereine, sagt Angela Herzog. Für Anfragen und Nutzungswünsche sei der Regionalverband jederzeit offen.