Bereits zum 20. Mal hat der Förderverein des Salzlandmuseums am Sonnabend sein beliebtes Pfännerfest ausgerichtet. Das Jubiläum konnten die Mitglieder zwar nicht so groß feiern wie gewollt. Gelungen war die Veranstaltung jedoch trotzdem.

Schönebeck l Rauchige Düfte von frisch gebratenem Fleisch stiegen in die Luft und lockten am Sonnabend Besucher auf den Hof des Salzlandmuseums. Anders als in den übrigen Straßen Schönebecks, wo sich am Wochenende ausgeruht wurde, herrschte dort geschäftiges Markttreiben. So waren schon von Weitem metallene Klänge zu vernehmen. Uwe Regener hatte sich als Schmied verdingt. Er zeigte den Gästen des bereits 20. Schönebecker Pfännerfestes, wie aus Feuer, Glut und gezielten Hammerschlägen kleine Messer, Klingen und Metallspitzen entstehen. Besonders angetan von diesem Handwerk war der kleine Max (4) aus Magdeburg, der mit seinen Eltern die Großeltern in Schönebeck besuchte. Er bekam ein kleines Messer geschenkt und beobachtete nebenan sogleich, wie Frank Regener dieses auf dem Schleifstein in Form brachte.

"Dann feiern wir eben im nächsten Jahr groß, da sind wir flexibel."

Verblüfft blieben nicht nur die Kinder, die zum Pfännerfest vom Förderverein Salzlandmuseum gekommen waren, vor den einzelnen Handwerksständen stehen. Auch die erwachsenen Gäste interessierte, wie der Seiler damals Seile herstellte, wie Kerzen gezogen wurden und wie Steinmetze ihre Waren bearbeiteten. Steinmetz und Steinbildhauermeister Michael Schulz demonstrierte das eindrucksvoll an einer Steinplatte, in die er zur Demonstration die Entstehungsjahre seines eigenen Wohnhauses einmeißelte. "Von 2008 bis 2011 - so lange hat es wirklich gedauert, bis das fertig war", erklärte er lachend. Die Mitglieder und Freunde des Fördervereins, die allesamt die verschiedenen Stände und Buden betreuten, verbreiteten nämlich vor allem gute Laune.

Und dabei hatten sie sich den runden Geburtstag des Pfännerfestes eigentlich ganz anders vorgestellt. So sollte, wie Vereinsvorsitzender Olaf Busch bereits im Vorfeld erklärt hatte, die Veranstaltung noch größer als in den Vorjahren auf dem Marktplatz in Salzelmen stattfinden. Dieser sollte jedoch umgebaut werden, woraufhin man sich entschied, lediglich den Museumshof zu nutzen. Als bekannt wurde, dass die Arbeiten auf dem Markt sich verschieben werden, konnte man nicht mehr genügend Händler gewinnen, um dort zu feiern.

"Aber wir sind guten Mutes. Dann feiern wir eben im nächsten Jahr groß, da sind wir flexibel", erklärte Nicole Lüdecke, die am Sonnabend zum Kerzenziehen einlud, stellvertretend für alle Vereinsmitglieder. Ihnen konnte auch ein anfänglicher Regenschauer die Laune nicht verderben.

Damit die Gäste sahen, wohin die Einnahmen des Pfännerfestes fließen, war das Salzlandmuseum am Sonnabend geöffnet.

   

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