Im September ist die Erdgas Mittelsachsen GmbH in ihr neues Domizil im Gewerbegebiet Brumby eingezogen, und schon ist beim Tag der offenen Tür das ganze Dorf versammelt. Mit 500 Gästen wurde der Firmensitz jetzt offiziell eingeweiht.

Brumby l Eine enge Beziehung zum Ort Brumby und seinen Gruppen und Vereinen ist dem Geschäftsführer der Erdgas Mittelsachsen (EMS) GmbH, Jens Brenner, wichtig. Er bedankte sich beim Tag der offenen Tür am Sonnabend, mit dem der Firmensitz nun offiziell eingeweiht wurde, dass das Unternehmen in Brumby so gut aufgenommen wurde. Im Volksstimme-Gespräch sagte er: "Wir haben schon gute Beziehungen mit dem Ort aufgebaut, mit dem Kindergarten, der Feuerwehr und der Kirchgemeinde."

So wurde der Tag, der mit 500 Besuchern zum großen Familienfest avancierte, auch dazu genutzt, Spenden zur Restauration der Deckengemälde in der Brumbyer Kirche zu sammeln. 400 Euro haben die Frauen der Kirchgemeinde in der Kasse ihres Kuchenbasars gezählt. Auch die am Tag zuvor geladenen Geschäftspartner ließen die Spendenbox für die Kirche klingeln.

Wenn das ganze Dorf beteiligt ist, gleicht das Programm auch dem eines Dorffestes: die Kindergartenkinder, Frauenchor, Verkehrswacht Staßfurt, das "Pelle-Musical-Camp" von Stephan Wapenhans, das Fahrzeugmuseum, der "Hof der klugen Tiere" und Ramona Gustmann am Kinder-Schminktisch. Die Brumbyer und Glöther Kameraden sicherten alles ab. Der Verein Radfreizeit, Radsportgeschichte, Friedensfahrt aus Kleinmühlingen und der Kreissportbund des Salzlandkreises hatten 14 junge Radfahrer bei einer Kleinen Friedensfahrt am Start. Das nutzte zum Beispiel Familie Ihlo. "Unsere Kinder wollten unbedingt mitfahren", sagte Beatrice Ihlo. Ihre Töchter Paula und Jule umkreisten das Betriebsgelände auf dem Fahrrad. Und die Eltern schauten sich das Firmengelände in einer Führung durch Werkstatt, Leitwarte, Zeichenbüro und Konferenzräume an.

Geschäftsführer Jens Brenner will den Firmensitz mit über 70 Mitarbeitern und den Kundencentern in Schönebeck, Staßfurt und Zerbst in der aktuellen Form beibehalten. Die EMS versorgt das Gebiet von Kroppenstedt bis Zerbst und Bördeland bis Güsten. Die letzten Arbeiten an der Außenanlage des Firmensitzes sollen nächste Woche abgeschlossen sein. Eine andere "Baustelle" hat die EMS zurzeit in Groß Rosenburg, wo Gasnetze verlegt werden und im Zuge dessen eventuell auch Breitbandverbindungen mitgeschaffen werden sollen, erklärte Jens Brenner. In Zukunft habe er vor, "an der einen oder anderen Stelle, das Netz zu erweitern".

Grund für den Umzug war, dass die Stadt Schönebeck den Konzessionsvertrag mit der EMS nicht verlängert hatte. "Der Umzug war politisch die beste Lösung", so Sandy Wilzek, Mitarbeiterin Kundenservice Schönebeck. "Der Weg zur Arbeit macht für mich keinen Unterschied, ich wohne ja in Biere", sagte Kerstin Bohm, Sekretärin der Geschäftsführung, über den Umzug. "Ich habe mich jetzt auch eingewöhnt", erzählte sie und musste über sich selbst lachen: In dem großen Gebäude mit den identischen Fluren sei anfangs die Orientierung schwergefallen. "Am Anfang haben wir uns verlaufen und Witze gerissen, ob wir uns eine Schnur ziehen sollen."

   

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