Freudestrahlend sind 92 Siebtklässler des Friedrich-Schiller-Gymnasiums von ihrer einwöchigen Sprachreise zurückgekehrt. Stolz berichten sie von ihren Erlebnissen zwischen Gastfamilien, dem Birmingham Palast oder den kulinarisch gewöhnungsbedürftigen Fish `n` Chips.

Calbe l Aufgeregt sitzen die Schilleraner aus vier siebten Klassen, vier Lehrer und neun Elternvertreter in den beiden Reisebussen. Gegen 21 Uhr machen sie sich von der Heger-Sporthalle auf ins mehr als 800 Kilometer entfernte französische Calais. Erst am Morgen setzt die Fähre über den Ärmelkanal und erreicht das englische Dover. Sofort beginnt ein straffes Besichtigungsprogramm.

"Zuerst haben wir uns Canterbury angeschaut", berichtet Mary-Ann Malzahn aus der 7b. Im Küstenstädtchen wartet nach langer Fahrt eine Stärkung mit dem britischen Nationalgericht Fish and Chips (mit frittiertem Backteig umhüllter Fisch und Pommes). "Für jeden Tag ist das für mich aber nichts", gibt Juliett Gutjahr unumwunden zu. Am späten Nachmittag erreichten die Busse den Ausgangsort Hastings, wo die Gastfamilien ihre deutschen Schülerinnen und Schüler am Bus abholten.

Das geschäftige Seebad mit seinen rund 82 000 Einwohnern und seiner wunderschönen Altstadt glänzt unter anderem durch die viktorianische Strandpromenade. Sie zieht die Schüler sofort in ihren Bann. "Wir hatten die ganze Zeit richtig schönes Wetter", räumt Josefin Jelinek mit dem typischen Klischee vom britischen Regenwetter auf. Beim Strandbesuch ging es sogar mit den Füßen in den Atlantik. Am späten Nachmittag holen die Gasteltern schließlich ihre Schülerinnen und Schüler aus Calbe ab oder schicken Taxis vorbei. Der Abend wird im gemütlichen Familienverbund begangen. Am darauffolgenden Morgen wartet auf manchen ein traditionelle Frühstück mit baked beans - weiße Bohnen, die mit Ketchup oder Tomatensoße im Ofen gebacken werden.

Der dritte Tag gilt der britischen Hauptstadt mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten, wie dem Wachsfigurenkabinett von Madame Tussauds, dem Buckingham Palast oder der berühmten Tower Bridge. Am vierten Tag steht der Ausflug nach Brighton im Mittelpunkt. Der fünfte Ausflugstag widmet sich erneut London, wo eine Bootsfahrt auf der Themse, der Besuch des London Dungeon oder des bekannten Piccadilly Circus auf die Mädchen und Jungen wartet. Am sechsten Tag bringen die Gastfamilien am Morgen ihre jungen Gäste zurück zum Bus. Am Vormittag werden die Schmugglerhöhlen von Hastings besichtigt, bevor es am Nachmittag wieder zurück nach Dover geht. Nach einer Besichtigung des dortigen Schlosses fahren die Schillerander müde, aber voller Eindrücke, Souvenirs und gefestigten Englischkenntnissen in 35 Minuten durch den Eurotunnel wieder auf das europäische Festland und schließlich in die Saalestadt zurück. Diese Sprachreise im Rahmen des Ganztagsschul-Konzeptes wird ihnen lange in Erinnerung bleiben.

"So wie wir die Reise vorbereitet haben, werden wir sie auch nachbereiten", sagt Englisch-Lehrerin Kathrin Nindel, die mit ihren Kolleginnen Elma Koch, Katrin Spohn und Janine Krenz und Elternvertretern ebenfalls in Gastfamilien untergebracht war. Im kommenden Jahr wartet bereits die 20. Auflage dieser Reise auf die Schüler.

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