Förderstedt l Das war eine richtig schwere Prüfung: Die Strecke hatte es in sich für die Grundschüler aus Förderstedt. Denn sie mussten mit dem Rad auf eine vielbefahrene Straße. Zuvor prüfte Polizist Gerald Lutze die Fahrräder.

Schon Tage vorher konnte man an der Schule bemerken, dass die Fahrradprüfung bevorstand. Mehrfach wurde die Strecke abgefahren und alle 37 Schüler damit bekannt gemacht. Die Strecke in Förderstedt hat es nämlich in sich. Ein Mal muss rechts auf die Landesstraße 63 aufgefahren werden und zwei Mal muss sie gekreuzt werden. Und dann ist sie auch noch als Zubringer von und zur A 14 stark befahren. Auf Vorschlag des Elternrates war die Strecke allerdings etwas entschärft, denn das bisherige Linksabbiegen zur Schule war entfallen. "Während in anderen Grundschulen zwei Mal um einen Wohnblock gefahren wird, ist es hier eine richtig schwere Strecke, die von den Kindern bewältigt werden muss", meinte Polizeikommissar Gerald Lutze, der die Prüfung schon seit vielen Jahren abnimmt. Die Prüfungsvorbereitungen am Morgen bestanden aus der Einweisung der ehrenamtlichen Helfer und der Schüler durch Lutze. Nun wurden die Fahrräder auf Verkehrstüchtigkeit geprüft. Fiel diese Prüfung positiv aus, wurde die Prüfplakette auf den Rahmen geklebt. Dann gab es die Startnummern und die Schüler nahmen in der Reihenfolge an der Schule Aufstellung. Mit der Startnummer 1 war Michel Bock aus der 4a als Erster dran.

Die Strecke führte von der Schule nach rechts auf die Landesstraße und auf dieser bis zur Abzweigung Triftweg. Nach dem Triftweg und der Straße Am Anger wurde die L63 das erste Mal gekreuzt und in das Wohngebiet Hinter den Gärten gefahren. Nach einer Schleife erfolgte das zweite Mal die Kreuzung der Landesstraße und die Rückfahrt zur Schule. Besonders an den Kreuzungen galt es für die Schüler voll konzentriert zu sein, denn alle Fahrzeuge von links und rechts hatten Vorfahrt und mussten von ihnen vorbei gelassen werden. Aber wie in den vergangenen Jahren ging alles gut und auch die Kraftfahrer verhielten sich fast ausschließlich rücksichtsvoll. Lediglich zwei von ihnen blinkten mit der Lichthupe und wollten die Kinder vorlassen, obwohl diese keine Vorfahrt hatten. Das rügte der Polizist, weil es zu falschem Verhalten im Ernstfall anstiftet.

Alle bestehen, niemand fällt durch

Nun kamen auch die Helfer von ihren Kontrollstellen zurück und die Auswertung begann. Jede Unsicherheit, jedes fehlende Handzeichen, alles wurde bemerkt und ergab Minuspunkte. Zusammen mit den 55 Punkten der theoretischen Prüfung waren maximal 85 Punkte zu erreichen, die von Jennifer Zölke (4a) sowie Felix Wolf, Hannah Gerber, Charleen Görmer und Pauline Pierau (alle 4b) auch erreicht wurden. Aber niemand fiel durch die Prüfung - alle hatten bestanden. Es gab kleine Präsente für die gezeigten guten Leistungen. Lehrerin Heidrun Bosse bedankte sich bei den Helfern und bei Gerald Lutze. Und auch Schulleiterin Gabi Lange war wieder einmal stolz auf ihre Schülerinnen und Schüler.

   

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