Biere l Bernd Nimmichs (SPD) zweite Amtsperiode als Gemeindebürgermeister in Bördeland begann am Donnerstagabend mit dem Bericht der geleisteten Arbeit. Eine erste positive Nachricht: Die Erstellung eines in der letzen Sitzung beschlossenen Umweltberichtes (Kosten: 44 000 Euro) wird voraussichtlich mit 35 000 Euro gefördert werden.

Bei zwei weiteren Fördermittelanträgen (Straßenbau, Personenaufzug) wird mit einem baldigen positiven Bescheid gerechnet. Mit einem Energieversorger, so Nimmich, befinde man sich hinsichtlich der Umstellung der Straßenbeleuchtung (zwei Varianten: Kompaktleuchtstoffröhren, LED-Leuchten) in den Ortsteilen noch in der Studienphase. Anfang September könne man im Rahmen der Gemeinderatssitzung eine Entscheidung zugunsten einer der Varianten fällen und einen Antrag stellen.

Des Weiteren freute sich Nimmich, mitteilen zu können, dass die Straßenbauarbeiten in der Teichstraße in Welsleben planmäßig zum 2. Juni starten.

Hinsichtlich der Biberpro-blematik treibe man mit einem Planungsbüro die "Konfliktlösung Biber" voran. Ein erstes Leistungsangebot in Höhe von 10 000 Euro sei präsentiert worden. Dieses lege man nun dem Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt vor, um eine Unterstützung zu erhalten. Das Ziel: Das Vernässungsproblem und die Biberproblematik (Grabenanstauung bei Welsleben und Eggersdorf) sollen im Verbund behandelt werden.

Ein weiteres Thema: Im Rahmen des Förderprojekts Stark V erhält Bördeland als finanzschwache Kommune 725 000 Euro (90 Prozent werden durch den Bund, zehn Prozent vom Land finanziert) für diverse Investitionen, die bis 2018 getätigt werden müssten. Hier soll Ende Juni der Zuwendungsbescheid zugehen.

Was folgte, war der Diensteid und die Ernennung des alten und neuen Gemeindebürgermeisters Bernd Nimmich durch den Gemeinderatsvorsitzenden Joachim Renning.

Abschließend ging es an die Abstimmungen zu diversen Beschlussvorlagen. In Hinblick auf die Sicherung eines Betriebsstandortes (Gebiet "Wendische Straße" in Großmühlingen) ist eine Vorlage zur Aufstellung eines Bebauungsplanes einstimmig beschlossen worden. Außerdem ohne Nein-Stimmen votierten die Ratsmitglieder für eine Änderung des Bebauungsplanes im Rahmen des Wohnbaus "Süd" im Ortsteil Welsleben. Das Ziel dabei: Raum für Einfamilienhäuser zu schaffen. Verabschiedet wurden zudem die Benennung und Widmung der Straße "Im Lerchenfeld" und "Trappenweg" in Welsleben aufgrund weiterer Wohnbebauung.

Nach einem Hinweis der Kommunalaufsichtsbehörde des Salzlandkreises war es außerdem notwendig geworden, die Geschäftsordnung des Gemeinderates zu überarbeiten. Auch hier votierten die Mitglieder in der Versammlung einstimmig.