Zum neunten Mal wird in diesem Jahr in der Region Schönebeck der Elberadeltag durchgeführt. Ziel ist dieses Mal der Traditionshof in Eickendorf. Die Organisatoren aus Schönebeck richten 2011 den Blick besonders Richtung Bode und laden Staßfurter ein, mit zu radeln. Getreu dem Motto des Aktionstages: "Von der Elbe und Saale in die Börde".

Schönebeck/Staßfurt. Am 1. Mai ist es soweit: Dann schwingen sich die Salzländer auf das Fahrrad. Ihnen tun es tausende Menschen entlang der Elbe gleich. Sachsen-Anhalt-weit wird der Elberadeltag veranstaltet. Mit der Aktion wird offiziell die Saison eröffnet. "Nach dem langen Winter wollen wir die Leute dazu ermuntern, wieder auf das Fahrrad zu steigen, sich sportlich zu betätigen und die Natur zu genießen", sagt Wolf-Rüdiger Hanschmann vom Kreisverband des ADFC im Salzlandkreis. Zusammen mit der Awo, dem Heimatverein Calbe, der Stadt Schönebeck und dem Kreissportbund richtet der Allgemeine Deutsche Fahrradclub den Tag in der Region aus. Dass nicht nur der Fluss seine Reize hat, sondern auch das gesamte Umland, will das Motto in diesem Jahr betonen: "Von der Elbe und Saale in die Börde". Zum ersten Mal wollen die Organisatoren dazu die Stadt Staßfurt mit auf den Drahtesel holen. Geplant ist eine Tour von Staßfurt aus. "Der Zuspruch aus der Salzstadt und ihrem Umfeld war in den vergangenen Jahren immer groß, wie auch aus dem gesamten Kreis", so Hanschmann. Deshalb solle jetzt eine eigene Strecke aufgemacht werden.

Staßfurt freut sich über die Einladung

Im Staßfurter Rathaus hört man das gern. "Wir unterstützen die Aktion gern mit den Möglichkeiten, die wir haben, und sind offen für Gespräche", sagt Oberbürgermeister René Zok auf Nachfrage der Volksstimme. Zwar sei man mit der Elbe nur über "mehrere Ecken verwandt" – die Bode fließe erst in die Saale und dann in die Elbe, so der OB – aber den gemeinschaftlichen Gedanken trage man gern mit. Und in Sachen Fahrrad habe Staßfurt mit dem Stadtradeln in den vergangenen zwei Jahren gute Erfahrungen gemacht.

Ziel des Elberadeltages ist in diesem Jahr der Traditionshof in Eickendorf. Sieben Touren führen dorthin. Startpunkte sollen Barby, Bernburg, Staßfurt, Nienburg, Calbe, Förderstedt und Schönebeck sein. Für die Radfahrer aus Barby, Calbe und Schönebeck gibt es auf der Strecke in diesem Jahr einen Frühstücks-Stopp im Friedensfahrtmuseum Kleinmühlingen.

Die anderen Touren werden auf der Strecke versorgt, so die Planung, die jetzt bei einem ersten Treffen abgesteckt wurden. Möglich sei, so Hanschmann, dass man über den Wartberg fahre und dort die Frühstückspause einlegt. Dazu laufen aber noch die organisatorischen Vorbereitungen.

In Eickendorf beginnt das Festprogramm um 10.30 Uhr mit einer kleinen Friedensfahrt für die Kinder. Die Radfahrer der verschiedenen Touren werden gegen 13 Uhr erwartet. Das Programm gestalten am Nachmittag die Mitglieder des Heimat- und Traditionsvereins "Östliche Börde" und des Eickendorfer Karneval-Clubs.

Nach dem ersten Vorbereitungstreffen, bei dem Strecken, Orte und Abfahrtszeiten, das Ziel und die Programmpunkte von den Veranstaltern besprochen wurden, gibt es am 17. März eine weitere Versammlung.

Rund 550 Teilnehmer beim Aktionstag 2010

Hans-Rüdiger Hanschmann freut sich und hofft auf viel Resonanz in den Städten sowie auf begeisterte Radler. Im vergangenen Jahr führte der Elberadeltag nach Klein Rosenburg. 450 Fahrer waren damals offiziell als Teilnehmer gemeldet, 100 mehr waren am Zielpunkt dabei. Sie kamen zum Teil spontan aus dem Bernburger Raum.

Damit alles gelingt, brauchen die Organisatoren finanzielle Hilfe. "Wir haben Partner, die uns tatkräftig unterstützen", sagt der ADFC-Mann dankbar. Die Veranstaltung wird in diesem Jahr von der Erdgas Mittelsachsen, der AOK im Salzlandkreis, der Fahrradmanufactur Weltrad, der Saline-Apotheke und dem Buchladen Kapitel 7 aus Schönebeck gefördert.