Frohse. Man muss die Feste feiern wie sie fallen – Frei nach diesem Motto wird es auch in diesem Jahr wieder in Frohse ein großes Fest geben. Denn Schönebecks ältester Ortsteil begeht im Sommer sein 1075. Jubiläum. Grund genug, für die feierfreudigen Frohsianer dieses Ereignis gebührend zu zelebrieren. Und da wäre es fast schon verwerflich, wenn man erwartet, dass die Frauen und Männer lediglich die Sektkorken knallen lassen. Nein, die Frohsianer planen ein Fest, das drei Tage andauert und mit einem imposanten Straßenumzug seinen Höhepunkt erleben wird.

"Der Umzug ist geplant, wir haben nur die Strecke noch nicht festgelegt", sagt Heiko Pillat von der Bürgergilde Frohse. Der 2006 gegründete Verein hält die Fäden bei der Vorbereitung des großen Festaktes in den Händen. Während der grobe Plan an sich steht, bereitet die Streckenplanung den Organisatoren noch ein wenig Kopfzerbrechen. Denn das Stadtteilfest soll am ersten Juli-Wochenende, also vom 1. bis 3. Juli, stattfinden. "Wir wissen nicht, wie weit dann die Bauarbeiten an der Straße Großer Steinklump sind", nennt Pillat seine Sorge. In einem Punkt ist sich der Vereinsvorsitzende aber zu hundert Prozent sicher: "Wir werden mindestens zwei Runden drehen."

Sportgruppen, Feuerwehr, Wassersportfreunde, Volkssolidarität, all jene Vereine, die sich in Frohse engagieren, wollen sich an dem Umzug beteiligen. "Mit welchem Schaubild sich die einzelnen Teilnehmer letztlich präsentieren, bleibt vorerst geheim", versucht Heiko Pillat ein klein wenig Neugierde zu schüren. "Die Frohser wollen sich selbst darstellen", ist sich Pillat sicher. Deshalb steht es allen Teilnehmern offen, wie sie sich präsentieren, welche Schaubilder sie zeigen. "Es wird in jedem Fall bunt", versichert der Vereinsvorsitzende, der bisher 15 Gruppen auf seiner Teilnehmerliste vermerkt hat.

Während die einen also mit kreativen Schaubildern durch den Ort ziehen werden, so vermutet Heiko Pillat, werden die restlichen Schaulustigen dann die Straße säumen. Noch genau hat er vor Augen, wie es vor fünf Jahren gewesen ist. Damals, zum 1070. Jubiläum, hatten die Frohser das erste Mal einen solchen Umzug auf die Beine gestellt. "Es war einfach beeindruckend", resümiert Pillat. Aus den Erfahrungen von einst, "als wir noch recht blauäugig an die Organisation herangegangen sind", profitieren die Frohsianer dieses Mal. Daher weiß Pillat auch, dass Sponsoren bei einer solch groß angelegten Feier gern gesehen sind. Konkrete Vorstellungen hat Pillat schon. "Den Samstagabend wollen wir gern mit einem Höhenfeuerwerk abschließen." Jedoch hänge das Ausmaß des Raketenzaubers vor allem vom Geld ab.

Neben der finanziellen Unterstützung sind die Frohsianer noch auf der Suche nach Schmuckelementen. "Ob Wimpel, Fahnen oder Girlanden, wir wollen ganz Frohse dekorieren", nennt Heiko Pillat seinen Wunsch. Doch es wird nicht nur genommen. Für die Feier am ersten Juli-Wochenende bietet die Bürgergilde Frohse-Fahnen an. Diese können unter Telefon (0 39 28) 40 01 08 erworben werden.