Calbe (api). Die Kommunalaufsicht des Salzlandkreises hatte die Rolandstadt vor wenigen Wochen zu einem strikteren Sparkurs aufgefordert (Volksstimme berichtete). Mit Blick auf die Haushaltssatzung und die Fortführung des Haushaltskonsolidierungskonzeptes für 2010 wurde angeordnet, weitere Konsolidierungsmaßnahmen einzuleiten.

Die Stadtverwaltung hat einige Vorgaben nun auf die Tagesordnung der Ausschüsse, der Ortschaftsratssitzungen und des kommenden Stadtrates am 10. März gesetzt.

Geschätztes Plus für Stadt: 141 800 Euro

Eine zentrale Stellschraube, an der jetzt gedreht werden soll und die eine Grundlage für die Finanzierung von Gemeinden ist, betrifft die lokalen Wirtschaftsunternehmen. Die Kommunalaufsicht forderte in ihrem letzten Schreiben, die Gewerbesteuer auf Landesdurchschnitt zu erhöhen. Danach soll der Hebesatz der Gewerbesteuer nach einer letzten Erhöhung vor zwölf Jahren von derzeit 330 auf 348 Prozent wieder angehoben werden. Durch diese Erhöhung werden zusätzliche Einnahmen in Höhe von 141 815 Euro erwartet, die Calbe zu Gute kommen.

Weiterhin günstiger Satz in der Region

Der neue Gewerbesteuersatz als ein wichtiger Standortfaktor für Unternehmen soll rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres erhöht werden. Nach Informationen der Stadt gehört der Steuersatz auf Landesniveau im Vergleich zu weiteren Kommunen mit zu den günstigsten.

In Aschersleben (390 Prozent), Aken (445 Prozent), Schönebeck (380 Prozent), Staßfurt (355 Prozent) liegt er höher. Geringfügig niedriger ist er in Nienburg (346 Prozent) und Hecklingen (333 Prozent).